1. Startseite
  2. Welt

Ministerpräsidenten fordern Aus für Bombodrom-Planungen

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

Mirow/Wittstock - Die Landesregierungen von Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern haben die Bundeswehr-Pläne für einen Luft-Boden-Schießplatz bei Wittstock erneut als unnötig abgelehnt.

Die Argumente der Luftwaffe für das sogenannte Bombodrom seien überholt, betonten die Ministerpräsidenten Matthias Platzeck und Harald Ringstorff (beide SPD) am Donnerstag vor rund 2000 Demonstranten in Mirow (Mecklenburg-Strelitz). Sie sprachen bei der 7. Wasser-Demo der Initiative "Freier Himmel", die am Strand und auf Schiffen stattfand.

Um das rund 14 000 Hektar große Areal an der Seenplatte wird seit 16 Jahren gestritten. Vor allem die Touristiker an der Mecklenburgischen Seenplatte von Rheinsberg bis Waren befürchten wirtschaftliche Einbußen wegen Tieffluglärms. Die Bundeswehr will hier Übungsbomben abwerfen und Kriseneinsätze mit Tiefflugunterstützung üben. Bisher verhindern Gerichtsentscheidungen die Inbetriebnahme des Geländes.

Ringstorff forderte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) auf, dafür zu sorgen, dass das Bundesministerium für Verteidigung seine Pläne zur Wiederinbetriebnahme des Schießplatzes aufgibt. "Sie können etwas für ihre Heimat tun", sagte Ringstorff. Merkel stammt aus der benachbarten Uckermark und hat ihre politische Heimat in Vorpommern.

Auch interessant

Kommentare