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Misshandlungsskandal: Richter zeigen Härte

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- Mannheim - In den Anhörungen zum Folterskandal von Abu Ghoreib hat einer der beschuldigten US-Soldaten erfolglos versucht, seine früheren Aussagen zu den Nötigungen im irakischen Gefängnis zu widerrufen.

Richter Oberst James Pohl wies im Vorverfahren am Dienstag in Mannheim einen Antrag der Verteidigung zurück, nach der Feldwebel Javar Davis bei seinem Verhör durch den US-Geheimdienst zu müde gewesen sei, um seine Rechte zu verstehen.

Davis hatte nach eigenen Angaben vom Dienstag «nicht die Wahrheit gesagt über das, was ich selbst getan habe». Zu den eigentlichen Taten äußerte er sich nicht. Im ersten Verhör hatte er Mitte Januar auf vier Seiten detailliert die Nötigungen und Peinigungen beschrieben, die Ende April bekannt wurden und weltweit für Entsetzen sorgten. Davis soll gemeinsam mit sechs US-Wachsoldaten mehrere irakische Häftlinge in dem berüchtigten Gefängnis missbraucht und gepeinigt haben. Vier der Wachsoldaten werden in Mannheim verhört. Mit Spannung wird die Aussage eines weiteren Soldaten am Nachmittag erwartet, der sich laut US-Medien zu seiner Schuld bekennen will.

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