Kreative Kriminelle

„Fake-Bier“: Betrüger ergaunern 21.000 Euro Pfand mit Flaschen, die es nie gab

Mit einem Leergutbetrag von 21.304 Euro betrogen zwei Männer den Metro-Großhandel in Sankt Augustin. Das Bizarre: Die Flaschen gab es nie. 

Sankt Augustin - Pfandflaschen-Betrug ist eine Straftat, die jährlich hohe Schäden verursacht und nicht selten vorkommt. In Bonn wurde nun ein neuer Fall bekannt: Der Metro-Großhandel in Sankt Augustin (NRW) soll ein Jahr lang mit dem Leergut von 153.000 Flaschen betrogen worden sein, berichtet wdr.de

Ein 57-jähriger Großhandelskaufmann wurde wegen gewerbsmäßigen Betrugs in 25 Fällen angeklagt. Der Angeklagte schloss sich mit einem Mitarbeiter (40) der Metro, der mit der Leergutannahme vertraut war, zusammen. Gemeinsam erfanden sie eine fiktive Rückgabe von Leergut von Großkunden, so wdr.de. Der 40-jährige Mitarbeiter stellte eine Gutschrift aus, der Angeklagte löste diese am Ende des Einkaufs wieder ein. Somit summierte sich das eingelöste Pfandgeld auf 21.304 Euro.

Und all das mit Flaschen, die es nie gegeben hat. Von „Fake-Bier“ spricht express.de.

Im Juli 2015 flog ihre Masche dann auf, der Mitarbeiter legte ein umfassendes Geständnis ab, mit dem er den Mittäter schwer belastete. Der 40-Jährige erhielt deshalb per Strafbefehl eine milde Geldstrafe von 2.400 Euro. Der 57-Jährige hingegen muss sich vor dem Bonner Landgericht verantworten, er hat bereits 17 Eintragungen im Strafregister und soll ein notorischer Betrüger sein.

Solch ein Pfandflaschen-Betrug ist kein Einzelfall, auch in München-Schwabing hat ein 39-jähriger Mann 2011 mit Leergut einen Schaden von mehreren zehntausend Euro angerichtet, wie Merkur.de berichtet.

Ein anderer Betrüger erschummelte 45.000 Euro und erhielt aber erstaunlicherweise noch große Ehre.

Um solche Straftaten zu verhindern und die Leute aufmerksam zu machen, informieren Aldi-und Lidl-Mitarbeiter über die Tricks der Pfandflaschenbetrüger.

sdr

Rubriklistenbild: © dpa

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