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Ein mit Gefahrgut beladener Zug ist in Leipzig entgleist und gegen ein Stellwerkhaus geprallt. Die Trümmer des Bahngebäudes liegen auf den Gleisen.

Ein Schwerverletzter

Zug mit Gefahrgut in Leipzig entgleist

Leipzig - Ein mit Gefahrgut beladener Zug ist in Leipzig teilweise entgleist und in ein Stellwerk gekracht. Ein Mann wurde bei dem Unfall am Rangierbahnhof Engelsdorf schwer verletzt.

Dies teilte die Bundespolizei am Freitag mit. Der Bahnmitarbeiter, der sich an oder in dem Gebäude aufgehalten hatte, wurde am Donnerstagabend wohl von Trümmerteilen getroffen. Er wurde ins Krankenhaus gebracht.

Fachleute untersuchten noch am Abend die Tanks mit Kohlenwasserstoffgas und gaben schnell Entwarnung. Von der Ladung war nach Polizeiangaben nichts ausgelaufen. Die beiden mit dem Gefahrgut beladenen Waggons entgleisten nicht und blieben intakt. Eine Gefahr für die Anwohner habe nicht bestanden. Der Unfallort wurde abgesperrt. „Die Lok und das Haus sehen ziemlich ramponiert aus“, sagte eine Polizeisprecherin. Die Schadenshöhe blieb zunächst unklar.

Nach Bahnangaben wurde der Zugverkehr zeitweise stark behindert. Kurz nach Mitternacht konnten die Züge wieder regulär rollen. Probleme bereitete, dass einige Lokomotiven hinter der Unfallstelle standen und nicht für den Rangierbetrieb genutzt werden konnten. Mittlerweile haben sich die Abläufe auf dem Rangierbahnhof den Angaben eines Bahnsprechers zufolge mit Einschränkungen normalisiert.

Die Eisenbahn-Unfalluntersuchungsstelle des Bundes hat die Ermittlungen zur Unfallursache aufgenommen. Wie lange sich die Untersuchungen hinziehen werden, könne derzeit nicht eingeschätzt werden, sagte der Sprecher der Deutschen Bahn am Freitag. Erst wenn die Unfallstelle von der Bundespolizei freigegeben worden sei, könne mit den Aufräumarbeiten begonnen werden. Dabei wird aller Voraussicht nach ein Kran notwendig sein, der den Zug in die Gleise zurück hebt.

dpa

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