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Hochwertige Zigarren werden von Hand gerollt. Dafür sind Profis zuständig: die sogenannten Torcedore.

Mit Muße zum Genuss – Das Einmaleins für perfekte Zigarren

Für Genießer gelten Zigarren als geradezu himmlisches Vergnügen und Luxus für alle Sinne. Anders als Zigaretten und Zigarillos stehen Zigarren vor allem für ruhigen Genuss. Das beginnt schon bei der Herstellung.

Jede Zigarre besteht im Inneren aus getrockneten, fermentierten Tabakblättern, die von einem Umblatt umschlossen werden. Anschließend bekommen sie ein Deckblatt. Länge, Dicke und Form der Zigarren variieren. Echte Kenner unterscheiden eher nach Anbaugebiet, Farbe der Tabakblätter und nach der Art, wie die Zigarren gerollt werden.

Der Tabak wird auf fast allen Kontinenten angebaut. Die bekanntesten und gleichzeitig auch teuersten Zigarren kommen allerdings aus Kuba, Sumatra und Bahia in Brasilien. Experten schwören auf das besondere Klima, die hohe Luftfeuchtigkeit und den sandhaltigen Boden dieser Anbaugebiete.

Handarbeit als Qualitätsmerkmal bei guten Zigarren

Für alle Zigarren gilt: Hochwertige Exemplare müssen von Hand gerollt sein. Traditionell ist das eine Arbeit für Männer. Diese sogenannten Torcedore schaffen – je nach Sorte – zwischen 40 und 180 Zigarren pro Tag. Die Kunst besteht darin, die Tabakblätter so zu falten, dass beim Rauchen feine Kanäle entstehen. Durch diese steigt der Rauch nach oben. Wahre Liebhaber rümpfen die Nase über Zigarren, die maschinell gerollt werden. Sie legen Wert auf die Verarbeitung ganzer Blätter – geschnittene lehnen sie grundsätzlich ab.

Die Qualität hat ihren Preis: Für eine gute Zigarre sind bis zu 90 Euro keine Seltenheit. Günstige Zigarren gibt es schon ab 50 Cent.

Grundsätzlich ist es nicht ratsam, viele Zigarren auf Vorrat zu kaufen. Damit die Qualität erhalten bleibt, brauchen sie einen bestimmten Feuchtigkeitsgrad, um nicht auszutrocknen. Am besten sind sie in einer klimatisierten Box aufgehoben, einem sogenannten Humidor. Jeder gute Zigarrenhändler hat solche Boxen im Sortiment. Auch Online-Zigarrenshops wie noblego.de bieten Zubehör und Accessoires.

Zigarren mögen keine Hektik

Bevor das Rauchvergnügen losgeht, wird das Mundstück der Zigarre mit einem besonderen Schneidwerkzeug geöffnet. Je nach Sorte braucht man dafür spezielle Cutter oder Zigarrenmesser. Manche Zigarren werden sogar mit einem kleinen Bohrer angebohrt.

Auf keinen Fall darf eine Zigarre mit einem schwefelhaltigen Streichholz, einem Benzinfeuerzeug oder gar an einer Kerze angezündet werden. Der Geschmack wird dadurch beeinträchtig. Genießer nehmen einen brennenden Holzspan und drehen die Zigarre so lange über der Flamme, bis sich ein kleiner Aschering gebildet hat. Erst dann wird der erste Zug genommen. Noch ein wichtiger Tipp zum Schluss: Zigarren brauchen Zeit. Wer an ihnen zieht wie an einer Zigarette, wird schnell den Spaß verlieren. Denn das führt zu einer Hitze, die dem Geschmack schadet. Eine gute Stunde Zeit sollte man sich mindestens nehmen.

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