Mitarbeiterinnen von 'Ärzte ohne Grenzen' in Kenia entführt

Nairobi - Bewaffnete Männer haben zwei spanische Mitarbeiterinnen der Organisation Ärzte ohne Grenzen aus dem kenianischen Flüchtlingslager Dadaab entführt.

Das spanische Außenministerium bestätigte den Vorfall am Donnerstag. Es handele sich um zwei Frauen, die in der Logistik für die Ärzte-Organisation arbeiteten.

Der Polizeichef der Region in Kenia, Leo Nyongesa, erklärte, die Täter kämen wahrscheinlich aus Somalia, da sie in diese Richtung geflohen seien. Polizisten hätten die Verfolgung aufgenommen. Die kenianisch-somalische Grenze sei geschlossen worden.

Das Flüchtlingslager Dadaab liegt etwa 80 Kilometer von der Grenze zu Somalia entfernt. Dort leben rund 450.000 Flüchtlinge aus dem Nachbarland, die vor Hunger und Krieg geflohen sind. Erst kürzlich waren aus kenianischen Urlaubsorten nahe der somalischen Grenze ein britischer Tourist und eine Französin entführt worden. Als Täter wurden Piraten beziehungsweise die radikalislamische Al-Shabab-Miliz vermutet.

dapd

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