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Eine Frau geht in Düsseldorf am Eingang des Landesarbeitsgerichtes vorbei. Im Mobbing-Prozess um eine rekordverdächtige Entschädigungssumme von 900.000 Euro fällt am 26.03.25013 im Landesarbeitsgericht eine Entscheidung.

Jahrelang im Beruf gemobbt

Frau fordert 900.000 Euro Schmerzensgeld

Düsseldorf - Eine Frau hat ihren Arbeitgeber wegen jahrelangen Mobbings verklagt und Schmerzensgeld in Höhe von 900.000 Euro gefordert. Ihr Anwalt erklärt die ungewöhnlich hohe Summe.

In einem Prozess um angemessenes Schmerzensgeld wegen Mobbings fällt an diesem Dienstag in Düsseldorf eine Entscheidung. Im Raum steht die rekordverdächtige Entschädigungssumme von 900.000 Euro. Eine bei der Stadt Solingen beschäftigte Rechnungsprüferin gibt an, jahrelang schikaniert worden zu sein. Sie zog deshalb gegen ihren Arbeitgeber vor Gericht.

Zwar beziffert die Mobbing-Klage laut dem Anwalt der Frau keine Schmerzensgeldsumme. Aber als die Frau im erstinstanzlichen Gerichtsverfahren nach einer angemessenen Höhe gefragt wurde, nannte sie den hohen sechsstelligen Betrag. Jetzt entscheidet das Landesarbeitsgericht.

Anwalt: "Sie will, dass so etwas nicht wieder passiert"

„Sie will ein Zeichen setzen, das dafür sorgt, dass so etwas nicht wieder passiert“, begründet der Anwalt das Vorgehen seiner Mandantin. Er verweist dabei auf die jüngere Rechtsprechung: Die bisher zugesprochenen Summen seien zu gering, um abschreckende Wirkung zu haben.

Im Prozess hatte sich der Vorsitzende Richter skeptisch gezeigt, ob die von der Klägerin aufgeführten Fälle tatsächlich den Tatbestand systematischen Mobbings erfüllten. In erster Instanz war die Frau bereits unterlegen.

dpa

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