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Ein spanisches Gericht hat einen Doppelmörder zu 58 Jahren Haft verurteilt (Archivbild). er muss aber nicht mal halb so mlange sitzen.

Mörder muss nicht mal die Hälfte der Strafe absitzen

Vigo - Wegen Mordes an zwei Homosexuellen ist ein Mann in Spanien zu 58 Jahren Haft verurteilt worden. Die Strafe muss der Verurteilte aber nicht mal zur Hälfte absitzen.

Ein Gericht in Vigo im Nordwesten des Landes sah es am Donnerstag als erwiesen an, dass der heute 32-Jährige die Opfer im Juli 2006 in deren Wohnung mit 57 Messerstichen getötet hatte. In einem ersten Prozess war der Angeklagte 2009 zunächst von einem Geschworenengericht des zweifachen Mordes freigesprochen worden, was damals eine Welle der Empörung auslöste. Die Justiz hatte schließlich die Wiederholung des Verfahrens vor einem Berufsgericht angeordnet.

Jacobo P. hatte die zwei 27 und 32 Jahre alten Opfer im Sommer 2006 bei einem nächtlichen Kneipen-Streifzug durch die Hafenstadt Vigo kennengelernt. In ihrer Wohnung sollen die beiden Männer ihn dann zum Sex aufgefordert haben, woraufhin er sie brutal ermordete. Um seine Spuren zu verwischen, legte er danach einen Brand in der Wohnung. In dem Prozess gab der Beschuldigte an, in Notwehr gehandelt zu haben. Er habe befürchtet, von den zwei Männern vergewaltigt zu werden. Nach geltendem Recht muss Jacobo P. höchstens 25 Jahre seiner Strafe absitzen.

dpa

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