Pärchen wegen Betrugs angeklagt

14 Monate umsonst in Hotel: Deutschen droht Haft

Madrid - Ein deutsches Pärchen, das in einem spanischen Vier-Sterne-Hotel 14 Monate umsonst gewohnt hat, muss dafür möglicherweise hinter Gitter.

Drei Jahre Haft forderte der Staatsanwalt am Montagabend bei der Eröffnung des Prozesses gegen den 63-jährigen Mann und die 31-jährige Frau im katalanischen Girona. Die beiden Deutschen werden des Betrugs beschuldigt, berichteten Medien am Dienstag unter Berufung auf die spanische Justiz.

Das Pärchen habe im Hotel in Pals im Nordosten Kataloniens unter dem Vorwand kostenlos gewohnt, dass es die Herberge für 8,2 Millionen Euro kaufen wollte, hieß es. Das Geschäft kam aber nicht zustande. Bei ihrer Vernehmung durch die Behörden beteuerten die Deutschen, sie hätten niemals gedacht, dass sie für die Übernachtungen zwischen 2009 und 2010 im Hotel Mas Salvi hätten zahlen müssen.

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Die Besitzer des Hotels seien es vielmehr gewesen, die ihnen die Unterkunft ohne jede Bedingung für die Dauer der Verkaufs-Gespräche angeboten hätten.

Die Deutschen, die nach eigenen Angaben in den USA eine Audio-/Video-Inhalte-Produktionsfirma betreiben, verlangen einen Freispruch. Neben dem dreijährigen Freiheitsentzug fordert der Staatsanwalt derweil auch die Zahlung einerGeldstrafe von 2700 Euro sowie die Begleichung der Unterkunftsschulden von 132.000 Euro.

dpa

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