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Schwere Monsunregen haben die philippinische Millionenmetropole Manila und weite Teile der nördlichen Provinzen lahmgelegt.

200.000 Menschen geflüchtet

Monsunregen: Manila unter Wasser

Manila - Land unter auf den Philippinen: die halbe Hauptstadt steht unter Wasser, der Flughafen teilweise auch. Das öffentliche Leben steht still. Verheerender Dauerregen trifft auch die nördlichen Provinzen.

Überschwemmungen in mehr als der Hälfte der philippinischen Hauptstadt Manila haben mehr als 200.000 Menschen in die Flucht getrieben. Sie seien in Notunterkünften untergekommen, sagte am Dienstag die Chefin des Roten Kreuzes auf den Philippinen, Gwendolyn Peng, dem Fernsehsender ABS-CBN.

Zahlreiche weitere Bewohner, die es nicht mehr rechtzeitig in sichere Gebiete schafften, warteten auf Hausdächern oder auf den Straßen auf Hilfe. "Manche Leute sind in höher gelegene Häuser gegangen, aber die meisten von uns wussten nicht, wo sie hin sollten", sagte die 44-jährige Dinah Claire Velasco, die in einem Küstengebiet in der Umgebung von Manila lebt, der Nachrichtenagentur AFP.

In Manila blieben Behörden, Schulen und die Börse geschlossen. Auch im Finanzviertel Makati waren viele Straßen unpassierbar. Ebenso am Flughafen: „Alle Straßen in die Stadt sind überflutet, die Passagiere kommen weg“, sagte Flughafenmanager Jose Angel Horado. Wassermassen überschwemmten zudem einen Terminal. Mindestens 66 Flüge von und nach Manila wurden gestrichen.

Heftige Regenfälle hatten viele Straßen der Zwölf-Millionen-Einwohner-Metropole in reißende Flüsse verwandelt, teils stand das Wasser zwei Meter hoch. "Ich habe geweint, als ich gesehen habe, dass mein Haus voll Wasser lief", sagte die 68-jährige Edita Selda, die aus einem Elendsviertel von Manila fliehen musste.

Aus Manila wurden keine Todesopfer gemeldet. Bei Überschwemmungen in den benachbarten landwirtschaftlichen Gebieten auf der Hauptinsel Luzon kamen allerdings binnen zwei Tagen acht Menschen ums Leben, wie die Katastrophenschutzbehörde mitteilte. Auch hohe wirtschaftliche Schäden wurden befürchtet. Die Börse, Regierungsstellen und Schulen in Manila blieben den zweiten Tag in Folge geschlossen. Für Mittwoch wurden weitere Regenfälle vorhergesagt.

AFP/dpa

Schwere Überschwemmungen auf den Philippinen

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