Landesinnenminister: Terrorverdächtiger in der Uckermark gefasst

Landesinnenminister: Terrorverdächtiger in der Uckermark gefasst
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Der Täter vor Gericht.

Lange Haftstrafe

Mord an Chat-Freundin (14): Täter (21) verurteilt 

Cottbus - 78-mal hatte er auf seine 14-jährige Internetbekanntschaft eingestochen. Das Mädchen starb. Jetzt wurde der 21-jährige Täter verurteilt. D 

Anderthalb Jahre nach dem tödlichen Messerangriff auf eine 14-Jährige hat das Landgericht Cottbus den Angeklagten zu einer Haftstrafe von 13 Jahren und sechs Monaten verurteilt.

Die Richter sprachen den 21-Jährigen des Mordes und der gefährlichen Körperverletzung schuldig, wie ein Gerichtssprecher am Donnerstag in Cottbus sagte. Nach den Worten des Vorsitzenden Richters Thomas Braunsdorf handelte es sich um eine "besonders grausige Tat".

Die Richter sahen es den Angaben zufolge als erwiesen an, dass der zur Tatzeit 20-jährige Schüler dem Mädchen im November 2013 in der brandenburgischen Stadt Eichwalde auflauerte. Dort schlug er die 14-Jährige, die er über das Internet kennengelernt hatte, mit einer Bierflasche nieder und stach mit einem Messer auf sie ein. Laut Anklage fügte er dem Mädchen 78 Stiche und Schnitte zu, an denen es starb. Einen Schulfreund der 14-Jährigen, der ihr zu Hilfe eilen wollte, verletzte er ebenfalls mit dem Messer.

Der Anklage zufolge hatte die 14-Jährige eine Beziehung mit dem Angreifer, hatte das Verhältnis aber vor der Tat beendet. Der Beschuldigte soll aus Verärgerung über diese Trennung gehandelt haben. Ein psychiatrisches Gutachten attestierte dem Angeklagten eine stark ausgeprägte narzisstische Persönlichkeitsstörung, die unter anderem mit einem gesteigerten Verlangen nach Anerkennung einhergeht.

Nach Auffassung des Gerichts handelte der Angeklagte aus Heimtücke und niederen Beweggründen. Die Tat mache "sprachlos", sagte der Vorsitzende Richter nach Angaben des Gerichtssprechers. Der Angeklagte wurde nach Jugendstrafrecht verurteilt. Er hatte während des Prozesses indirekt ein Geständnis abgelegt und die Tat nicht bestritten. In seinem Schlusswort äußerte er am Montag sein Bedauern.

Die Staatsanwaltschaft hatte für den Angeklagten 15 Jahre Haft und damit das Höchstmaß im Jugendstrafrecht gefordert. Die Verteidigung wollte eine Jugendstrafe wegen Totschlags nicht über neun Jahren.

afp

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