Mord im Hotel: Haftbefehl gegen Touristen erlassen

Hamburg - In einem Hamburger Hotel soll ein griechischer Tourist eine junge US-Urlauberin grausam getötet haben. Danach versuchte er augenscheinlich, sich das Leben zu nehmen.

Er liegt mit schweren Verletzungen in einem Krankenhaus und konnte noch nicht vernommen werden, weil er sich in einem künstlichen Koma befindet. Ein Richter erließ am Freitag Haftbefehl gegen den 27-Jährigen wegen Verdachts des Mordes aus Grausamkeit, wie Oberstaatsanwalt Wilhelm Möllers berichtete. Das Motiv des Mannes liegt noch im Dunkeln.

Der griechische Student hatte sich in der Nacht zum Donnerstag aus etwa zehn bis zwölf Metern Höhe von einer Außentreppe am Hamburger Flughafen in die Tiefe gestürzt. In seinem Rucksack fanden Polizisten Schlüssel für ein Hotelzimmer in der Nähe des Hamburger Hauptbahnhofs. Dort entdeckten die Beamten die Frauenleiche, die schlimm zugerichtet war. Auch die mutmaßliche Tatwaffe lag dort: ein Messer, an dem Blut klebte. Wann die junge Frau getötet wurde, konnten Rechtsmediziner bei der Obduktion der Leiche nicht klären, wie ein Polizeisprecher berichtete - “wegen der Vielzahl der Stiche“.

Welche Beziehung der Verdächtige und das Opfer hatten, blieb am Freitag ebenfalls im Vagen. Beide seien als Touristen in Hamburg gewesen. Im Rucksack des Mannes fanden die Beamten auch die Handtasche des Opfers, wie Möllers berichtete. Der 27-Jährige gelte nun als dringend tatverdächtig. Weder er noch die Frau seien bisher strafrechtlich aufgefallen, hieß es.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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