Mord an Internats-Schülerin erschüttert Frankreich

Paris - Nach einem grausigen Sexualverbrechen an einer Internats-Schülerin ist in Frankreich eine hitzige Diskussion über eine mögliche Mitverantwortung der Behörden entbrannt.

Angehörige des 13-jährigen Opfers werfen den zuständigen Stellen Nachlässigkeit im Umgang mit dem Wiederholungstäter vor. Der nur vier Jahre ältere Mitschüler hatte gestanden, das Mädchen vergangene Woche vergewaltigt, getötet und dann verbrannt zu haben.

Bildungsminister Luc Chatel räumte am Dienstag ein, dass der Jugendliche nach einem ersten Gefängnisaufenthalt wegen einer Vergewaltigung im Jahr 2010 weiter auffällig war und kurz vor einem Schulverweis stand. Letztlich habe das Internat dem Jungen dann aber doch die Chance zu einem weiteren Neuanfang gegeben, sagte er dem Radiosender RTL.

Die Leitung der Privatschule beteuerte, von dem ersten Sexualverbrechen des jungen Mannes nichts gewusst zu haben. In das Internat in Le Chambon-sur-Lignon in der Auvergne war der Schüler erst nach der Entlassung aus der Untersuchungshaft im vergangenen Herbst gekommen. Er stand weiter unter gerichtlicher Aufsicht. Nun droht ihm wegen Mordes eine lebenslange Haftstrafe.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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