Schrecklicher Unfall: Mann wird von U-Bahn mitgeschleift und stirbt

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Der Angeklagte wurde zu lebenslanger Haft verurteilt.

Sie wollte sich von ihm trennen

Mord an Küsterin: Lebenslange Haft für Ehemann

Braunschweig - Für den Mord an einer Küsterin aus Braunlage muss ihr Ehemann lebenslang hinter Gitter. Er hatte die Frau erschossen, weil diese sich scheiden lassen wollte.

Das Braunschweiger Landgericht sah es am Montag als erwiesen an, dass der 54-Jährige kurz vor der Tat ein Gewehr in der Toilette der katholischen Kirche versteckt hatte. Direkt nach einem Gottesdienst habe er dann die Frau in der Sakristei aus nächster Nähe durch einen Schuss in den Hinterkopf getötet

Die 12-jährigen Tochter hatten zusammen mit ihrem Bruder vor der Kirche gstanden und von draußen den Schuss gehört. Sie mussten gemeinsam mit dem Vater die Leiche in den Keller der Kirche bringen und das Blut wegwischen. Einmal hatte der Angeklagte versucht, seinem 20 Jahre alten Sohn die Tat in die Schuhe zu schieben. Das Gericht glaubte jedoch der 12-Jährigen. Ein anderes Mal ließ der 54-Jährige über seinen Anwalt anklingen, er habe die Waffe seiner Frau nur zeigen wollen, dabei habe sich der Schuss versehentlich gelöst. Alle Aussagen hielt das Gericht für unglaubwürdig.

Das Urteil, bei dem die ältesten fünf der zehn Kinder des Paares als Nebenkläger auftraten, wurde auch wegen gefährlicher Körperverletzung ausgesprochen. Der 54-Jährige hatte nämlich der 12-Jährigen ein weißes Pulver - angeblich Zucker - gegeben, dass das Mädchen auf Anweisung des Vaters heimlich in den Tee der Mutter gab. „Er hat seine Tochter als Werkzeug benutzt“, sagte Polomsky.

Zugunsten des Angeklagten habe die Kammer jedoch angenommen, er habe die Frau mit den Medikamenten nicht töten, sondern nur schwächen wollen. Möglicherweise habe er sich dann eine Rückkehr in die Familie erhofft. Das Paar hatte getrennt von einander gelebt, am Tattag hatte der Mann erfahren, dass die 48-Jährige nach fast 27 Jahren Ehe die Scheidung eingereicht hat.

Küsterin tot in Kirchen-Keller entdeckt

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In der fast zweistündigen Urteilsbegründung sagte der Vorsitzende Richter Ralf-Michael Polomsky: "Er hat die Arg- und Wehrlosigkeit der Frau ausgenutzt." Für die besondere Schwere der Schuld, wie sie die Oberstaatsanwältin beantragt hatte, sah das Gericht keine rechtlichen Gründe gegeben. Ansonsten hätte der Mann auch nach 15 Jahren bei guter Führung keine Chance auf einen frühzeitige Entlassung gehabt. Der Angeklagte hatte sich während der dreimonatigen Verhandlung nicht geäußert.

dpa

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