Mordanklage gegen Krankenpfleger - sieben Patienten totgespritzt

Prag - Todesspritzen im Krankenhaus: Ein 31 Jahre alter Krankenpfleger aus Tschechien muss sich seit Montag wegen siebenfachen Mordes und Mordversuchs in zehn Fällen vor Gericht verantworten.

 Der Angeklagte habe vor dem Landgericht in Hradec Kralove gestanden, fünf Menschen mit einer Überdosis des Blutverdünnungsmittels Heparin zu Tode gespritzt zu haben, berichtete die tschechische Nachrichtenagentur CTK. Seine Opfer waren verblutet.

"Die Idee kam von allein. Mehrmals. Es war unmöglich aufzuhören", sagte der Angeklagte zu der unheimlichen Mordserie, die im Mai 2006 begonnen hatte. Er habe seine Opfer im Krankenhaus von Havlickuv Brod, 100 Kilometer östlich von Prag, nach dem Zufallsprinzip ausgewählt. "Ich habe mich nie wie ein Mörder gefühlt. Ich bin nicht zur Arbeit gekommen, um zu töten", sagte der Pfleger, der nach Aussage von Verwandten unter ernsthaften psychischen Probleme leidet. Gutachter indes attestierten ihm, dass er voll zurechnungsfähig ist. Dem 31-Jährigen droht eine lebenslange Haft.

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