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Mit einer Art selbsgebasteltem Taser (Bild) wollte der Mann seine Ehefrau töten

Mordversuch mit Elektroschocker - Haft

Hamburg - Aus Trennungsangst setzte ein Hamburger mit einem selbst gebastelten Elektroschocker seine schlafende Frau unter Strom. Ein Gericht schickt den Mann nun hinter Gitter.

Der Bankfachwirt hatte vor Gericht unter Tränen gestanden, dass er eines Nachts Ende Februar in der gemeinsamen Wohnung im Hamburger Stadtteil Winterhude seine Frau mit der selbst gebastelten Vorrichtung unter Strom setzte. Als Motiv gab er an, er habe Angst gehabt, dass sich die 44-Jährige von ihm trennt - und er dann auch seine beiden Söhne verliert. Als die Frau während der lebensbedrohlichen Attacke beteuerte, sie werde bei ihm bleiben, ließ er von ihr ab. An dem Stromschlag-Apparat hatte er wochenlang im Keller getüftelt.

Das Hamburger Landgericht verurteilte einen 42-Jährigen am Dienstag wegen gefährlicher Körperverletzung zu drei Jahren Gefängnis. „Es handelt sich um einen eigentlich friedlichen, introvertierten Menschen, der sich durch Ehekonflikte in Verlustängste hineingesteigert hat“, sagte Sprecher Conrad Müller-Horn. Das Gericht ging von einer erheblich verminderten Schuldfähigkeit des Mannes aus. Ein psychiatrischer Sachverständiger hatte eine krankhafte seelische Störung nicht ausgeschlossen.

Nach dem Vorfall trennte sich die Ehefrau von dem Angeklagten, inzwischen hat sie die Scheidung eingereicht. Die 44-Jährige trat vor Gericht als Nebenklägerin auf. Der Mann will ihr 10 000 Euro Schmerzensgeld zahlen.

dpa

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