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Das Flugzeugwrack liegt neben dem Flughafen auf einer mehrspurigen Straße

Trümmer treffen fahrendes Auto

Flugzeugabsturz in Moskau: Video aufgetaucht

Moskau - Einen Tag nach dem Unglück am Moskauer Flughafen laufen die Ermittlungen zur Ursache auf Hochtouren. Jetzt ist ein spektakuläres Video von dem Flugzeugabsturz aufgetaucht.

Die Bruchlandung einer russischen Passagiermaschine auf dem Moskauer Flughafen Wnukowo mit mindestens fünf Toten wurde laut Medienberichten vermutlich durch defekte Bremsen verursacht. Das Flugzeug vom Typ Tu-204 war beim Landeanflug am Samstag über die Landebahn hinaus geschossen, auseinandergebrochen und in Flammen aufgegangen. Zunächst waren vier der acht Insassen ums Leben gekommen, am Sonntag erlag eine weitere Flugbegleiterin ihren Verletzungen. Drei Verletzte wurden in einem Krankenhaus behandelt.

Das Flugzeug war bei dem Unfall teilweise auf eine nahe gelegene Autobahn gerutscht. Das russische Fernsehen zeigte Bilder des Wracks, das mit abgebrochenem Bug auf einer Straße lag. Berichte über Zusammenstöße mit Autos lagen zunächst nicht vor. Auf einem spektakulären Video ist allerdings ein Auto zu sehen, das von einem abgebrochenen Reifen des Flugzeugs getroffen wird.

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Wie die russische Nachrichtenagentur Interfax unter Berufung auf die Ermittler berichtete, war die Unglücksursache offenbar eine defekte Bremse und Probleme mit dem Umkehrschub. Zuvor hatte Wladimir Markin von der Ermittlungsbehörde mitgeteilt, es handle sich möglicherweise um einen Pilotenfehler.

Flugzeug auf Autobahn gestürzt

Die Tupolew der Fluggesellschaft Red Wings war ohne Passagiere an Bord aus dem tschechischen Pardubice gekommen. Bei allen acht Insassen handelte es sich den Angaben zufolge um Besatzungsmitglieder. Die Stadt Moskau kündigte laut Interfax an, die Angehörigen der Verunglückten mit einer Million Rubel (etwa 25.000 Euro) zu unterstützen.

Vor dem Start in Pardubice war das Flugzeug untersucht worden. Es habe keine technischen Mängel aufgewiesen, zitierte das tschechische Fernsehen den Direktor des Flughafenbetreibers, Jan Anderlik. Zum Zeitpunkt des Unglücks herrschte leichter Schneefall in der russischen Hauptstadt. Nach einer mehrstündigen Sperrung sei Wnukowo wieder für den Flugverkehr freigegeben worden, teilte Airport-Sprecherin Jelena Krylowa am Abend mit.

Red Wings will an Tu-204 festhalten

Die Airline Red Wings gehört einer Holding des russischen Milliardärs Alexander Lebedew, der auch Anteile an der Fluggesellschaft Aeroflot hält. Red Wings teilte über den Kurznachrichtendienst Twitter mit, trotz des Unfalls an den Tu-204-Maschinen festhalten zu wollen. Bei der Tupolew 204 handle es sich um eine der zuverlässigsten Maschinen, die allen russischen und internationalen Standards entspreche, erklärte das Unternehmen.

Bislang hatte es Berichten zufolge keine tödlichen Unfälle mit Tu-204-Maschinen gegeben. In letzter Zeit häuften sich indes Meldungen über technische Mängel. Bereits in der vergangenen Woche sei eine Tu-204 auf dem sibirischen Flughafen von Nowosibirsk von der Landebahn abgekommen, berichtete die russische Nachrichtenagentur RIA Novosti. Nach Angaben der russischen Luftfahrtbehörde Rosawiazija versagte damals das Bremssystem. Der Tupolew-Konzern wurde in einem Schreiben aufgefordert, rasch vorbeugende Maßnahmen vorzunehmen.

Flugzeug zerbricht und geht in Flammen auf

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dapd

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