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Moskaus Bürgermeister verbietet Homosexuellen-Kundgebungen

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Moskau - Ungeachtet internationaler Proteste will Moskaus Bürgermeister Juri Luschkow auch künftig Homosexuellen-Kundgebungen in der größten Stadt Europas verbieten.

“Natürlich werden uns die Demokraten in aller Welt weiter kritisieren, aber jede Gesellschaft hat ihren eigenen Ansichten“, sagte Luschkow nach Angaben der Agentur Interfax am Donnerstag. Moskau werde “Homosexuellen-Propaganda“ verhindern, “auch wenn einige provinzielle Demokraten meinen, dass der Umgang mit sexuellen Minderheiten als wichtigster Indikator einer Demokratie gilt“, betonte Luschkow.

Die Stadt hatte bereits in der Vergangenheit Schwulen- und Lesbenparaden verboten. Menschenrechtler betonten dagegen, dass jede Minderheit in einer Demokratie Anspruch auf öffentliche Aktionen zur Meinungsäußerung habe. Homosexuellen-Verbände haben beim Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte eine Klage gegen die Stadt Moskau eingereicht. Luschkow äußerte sich am Donnerstag auf einer Konferenz zur Problematik von HIV und AIDS auf dem Gebiet der früheren Sowjetunion. Dabei gab er Homosexuellen die Schuld an der Verbreitung der Immunschwächekrankheit.

dpa

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