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Gleich mehrere Bergsteiger überlebten die Expedition auf den Mount Everest nicht. 

Fataler „Stau am Gipfel“

Mount Everest: Mehrere Bergsteiger im Himalaya vermisst - Sherpas machen schlimme Entdeckung

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Elf Bergsteiger starben in dieser Saison auf dem Mount Everest, weitere werden im Himalaya vermisst. Sherpas machten nun eine schlimme Entdeckung.

Leichen von sieben Bergsteigern im Himalaya geborgen

Update vom 24. Juni

Acht Bergsteiger aus Großbritannien, den USA, Australien und Indien gelten seit dem 24. Mai als vermisst. Die Gruppe wollte einen unbestiegenen Gipfel am Nanda Devi im Himalaya besteigen. Auf dem Weg zum 7817 Meter hohen Berggipfel wurden die Bergsteiger von einer Lawine getroffen. Bei der Suche nach acht den vermissten Bergsteigern haben Retter nun sieben Leichen geborgen. Ein weiterer Vermisster am Nanda Devi im Himalaya werde noch gesucht, wie die Bezirksverwaltung in Pithoragarh am Montag mitteilte.

Die Leichen seien unter einer rund 1,5 Meter hohen Schneedecke gefunden worden, sagte der hochrangige Verwaltungsbeamte Vijay Kumar Jogdande. Die Identität der Toten war zunächst noch nicht geklärt. Die Behörden gehen davon aus, dass es sich wahrscheinlich um die in dem gleichen Lawinen-Gebiet Vermissten handelt.

Zuletzt musste die Suchaktion an dem Berg wegen schlechter Witterung und unwegsamen Geländes pausiert werden. Der Nanda Devi gilt als besonders schwer besteigbar.

Beim Bergsteigen in Bayern verunglückte zudem ein Mann aus Osnabrück tödlich, wie nordbuzz.de* berichtet.

Mount Everest: Mehrere Bergsteiger im Himalaya vermisst - Sherpas machen schlimme Entdeckung

Update vom 7. Juni: Schon wieder eine dramatische Meldung vom Mount Everest: Wie die nepalesische Tourismusbehörde am Freitag mitteilte, haben Sherpas bei einer Säuberungsaktion vier Leichen entdeckt. Diese wurden Forensikern in Nepals Hauptstadt Kathmandu übergeben. Sie sind noch nicht identifiziert. Ob es sich dabei um einige der acht vermissten Kletterer handelt, die seit einer Woche im Himalaya vermisst werden, ist unklar (siehe Meldung unten).

Lesen Sie auch auf Merkur.de*Everest-Bezwinger berichtet von Stau auf 8000 Metern auch am dritthöchsten Berg der Welt

Die diesjährige Hauptklettersaison, die seit wenigen Tagen beendet ist, hat schon mehrere Tote gefordert: Elf Menschen starben allein dieses Jahr beim dem Versuch, einmal oben auf dem "Dach der Welt" zu stehen. Grund soll der Andrang vieler Bergsteiger im kurzen Zeitfenster günstigen Wetters gewesen sein. Dies hatte zu langen Wartezeiten am Gipfel geführt.

Nach Mount Everest-Toten: Weitere Bergsteiger im Himalaya vermisst

Update vom 01. Juni: Nachdem am höchsten Berg der Welt innerhalb der letzten Zeit bereits elf Menschen gestorben waren, werden im Himalaya nun erneut acht weitere Kletterer vermisst. Sie haben versucht, den Nanda Devi, Indiens zweithöchsten Berg, zu besteigen, sind aber seit mehreren Tagen nicht mehr in das Basislager zurückgekehrt. Wie die dpa meldet, wären sie dort eigentlich für vergangenen Montag erwartet worden. 

Bei den Bergsteigern handelt es sich um vier Briten, zwei US-Amerikaner, eine Australierin und den indischen Bergführer der gesamten Gruppe. Derzeit wird davon ausgegangen, dass das Team irgendwo auf dem Weg festsitzt, denn zuletzt wurde über schlechtes Wetter auf der Strecke berichtet. Ein 14-köpfiges Rettungsteam befindet sich bereits auf der Suche nach den Vermissten.  

Was macht diese Region so gefährlich?

Update vom 29. Mai: Die Frankfurter Rundschau* hat aufgeschrieben, wieso der Stau auf dem Mount Everest so lebensgefährlich ist. Das Problem ist der Sauerstoffpartialdruck. Der wird ab einer Höhe von 7000 Metern unterschritten, wodurch die Sauerstoffsättigung des Hämoglobins sinkt. Der Körper nimmt nicht mehr genug Sauerstoff auf. Oberhalb von 8000 Metern können Menschen so gut wie nie länger als 48 Stunden überleben, teilweise sogar deutlich weniger. 

Mount Everest: Weiterer Bergsteiger überlebt Abstieg nicht

Update vom 28. Mai um 07.25 Uhr: Am Mount Everest ist erneut ein Bergsteiger ums Leben gekommen. Es handelt sich um einen 62-jährigen US-Amerikaner. Den Tod des Mannes während des Abstiegs vom 8848 Meter hohen Berg gab seine Familie in den Vereinigten Staaten bekannt, wie die Zeitung Denver Post am Montag (Ortszeit) berichtete. Damit sind in dieser Saison am Mount Everest bereits elf Bergsteiger gestorben.

Update vom 27. Mai um 8.28 Uhr: Wieder musste ein Bergsteiger den Trip zum Mount Everest mit seinem Leben bezahlen: Der Brite Robin Fisher starb am vergangenen Wochenende beim Abstieg vom höchsten Berg der Welt. Kurz zuvor postete er noch ein Video auf Instagram, dass ihn inmitten der endlosen Eisfläche zeigt. 

Bergsteiger fürchtete Gefahren des enormen Ansturms am Mount Everest

Auf Instagram erklärte er noch kurz vor seinem Tod, er habe den Tag für seinen Aufstieg nochmals verschoben, denn der enorme Ansturm könnte fatale Folgen haben. So plante er, den Everest am 25. Mai zu besteigen. „Ich hoffe, meine Entscheidung für den 25. bedeutet weniger Leute. Außer natürlich, jeder spielt dieses Spiel auf Zeit“, schrieb Fisher. 

Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an

Climbed up to camp 3, 7500m but the jet stream had returned closing the summit after only 2 days so I descended to basecamp. Around 100 climbers did summit in those 2 days with sadly 2 deaths, an Indian man found dead in his tent at camp 4 and an Irish climber lost, assumed fallen, on his descent. A go fund me page has been set up for a rescue bid for the Irish climber but it is a well meaning but futile gesture. Condolences to both their friends and families. Both deaths happened above 8000m in the so called death zone where the majority of deaths of foreign climbers happen. Around 700 more people will be looking to summit from Tuesday the 21st onwards. My revised plan, subject to weather that at the moment looks promising, is to return up the mountain leaving basecamp Tuesday the 21st 0230 and, all being well and a lot of luck, arriving on the summit the morning of Saturday the 25th. I will be climbing with my Sherpa, Jangbu who is third on the all time list with an incredible 19 summits. The other 4 members of our team decided to remain on the mountain and are looking to summit on the 21st. My cough had started to return at altitude so I couldn’t wait with them at altitude for the window to open without the risk of physically deteriorating too much. Furthermore as I had missed due to sickness the earlier camp 3 rotation best practice was for me to descend to allow my body to recover from the new altitude high so I could come back stronger. This was not an easy decision as the 13 hours climbing from basecamp to camp 2 in a day was the hardest physical and mental challenge I had ever done, now I have it all to do again. Finally I am hopeful to avoid the crowds on summit day and it seems like a number of teams are pushing to summit on the 21st. With a single route to the summit delays caused by overcrowding could prove fatal so I am hopeful my decision to go for the 25th will mean fewer people. Unless of course everyone else plays the same waiting game. #everest #everest2019 #lhotseface

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Video: Tote am Mount Everest - zu viele Bergsteiger, zu wenig Vorbereitung

Tod auf dem Mount Everest: Er musste bereits ersten Aufstieg zum Gipfel abbrechen

Zuvor erklärte er, er habe einen ersten Versuch, den Gipfel zu erreichen, bereits wegen Krankheit abbrechen müssen. „Die 13 Stunden Klettern vom Basecamp zu Camp 2 innerhalb eines Tages war die härteste körperliche und geistige Herausforderung, die ich jemals erlebt habe; jetzt muss ich das alles wieder tun.“

Es war die letzte Herausforderung in seinem Leben, die er mit seinem Aufstieg zunächst noch gemeistert zu haben schien. 

„Er hat sein Ziel erreicht. Mein Herz ist gebrochen“, zitiert die dailymail seine Partnerin Kristyn Carriere in einem Statement. Nur kurz vor seinem Tod hatte die noch ein Video des Kletterers veröffentlicht, in dem man ihn sagen hört, es werde ein unvergesslicher Trip werden. Tragischerweise sollte Fisher damit Recht behalten. Er wurde nur 44 Jahre alt. 

Mit Fisher sind dort zehn Tote innerhalb von nur neun Tagen zu beklagen. Ein Trend, der sich auf den „Stau“ beziehungsweise den hohen Ansturm auf den Gipfel zurückführen lässt. Derartige Menschenmassen wollte auch Fisher umgehen. Denn je mehr Bergsteiger nach oben wollen, umso länger müssen sie in der sogenannten „Todeszone“ verharren - die trägt ihren Namen auch nicht umsonst: Sauerstoffmangel, Schwindelgefühle, Halluzinationen - viele Bergsteiger leiden dort an der Höhenkrankheit, die meist lebensbedrohliche Folgen mit sich bringt. 

Tote auf dem Mount Everest: Es gibt neue Details

Update vom 26. Mai um 14.29 Uhr: Es gibt Details zu den beiden neuesten Todesfällen. 

Der Touren-Veranstalter Everest Parivar Expedition teilte mit, ein 44-jähriger britischer Bergsteiger habe am Samstagmorgen zwar den Gipfel des 8848 Meter hohen Berges erreicht, sei dann aber beim Abstieg nach nur 150 Metern zusammengebrochen und gestorben.

Ein Ire starb nach Angaben seines Tour-Veranstalters bereits am Freitag auf der tibetischen Seite des Berges. Der 56-Jährige war demnach auf dem Weg zum Gipfel umgekehrt, aber dann am North-Col-Pass auf 7000 Metern Höhe in seinem Zelt gestorben.

Mount Everest: Zahl der Toten steigt erneut - weil sie im „Stau“ ausharren müssen

Update vom 25. Mai um 18.22 Uhr: Am höchsten Berg der Welt setzt sich die Serie der Todesfälle unter Bergsteigern weiter fort. Nepals Behörden bestätigten am Samstag den Tod eines Briten, der zuvor den 8848 Meter hohen Gipfel des Mount Everest erklommen hatte, wie die Zeitung „The Himalayan Times“ berichtete. Damit kamen den aktuellsten Behördenangaben zufolge in den vergangenen Tagen zehn Menschen ums Leben. In der gesamten Kletter-Saison 2018 forderte der höchste Berg der Welt fünf Todesopfer.

Als mögliche Ursache wird ein zu großer Ansturm auf den Gipfel des Berges vermutet (siehe Update vom 24. Mai, 15.23). Vor allem am Mittwoch gab es dabei einen regelrechten Stau: Auf Fotos war eine lange Menschenschlange zu sehen, die darauf wartete, die letzten Meter nehmen zu können. „Es gab nur kurze Wetter-Fenster und alle wollten zur selben Zeit hoch“, sagte ein Manager der Trekking-Agentur Peak Promotion der Zeitung. Beobachter meinten, manche der Todesfälle könnten damit zusammenhängen, dass zu viele Bergsteiger auf einmal versuchten, den Mount Everest zu erklimmen.

Wegen der schwierigen Witterungsbedingungen kann die Spitze des Mount Everest nur wenige Wochen im Frühjahr bestiegen werden. Die besten Gelegenheiten für den Gipfelsturm gibt es normalerweise zwischen Mitte und Ende Mai, meist beschränken sich diese „Wetter-Fenster“ auf zwei bis drei pro Saison.

Update 15.23 Uhr: Am Mount Everest sind binnen drei Tagen vier Bergsteiger und ein Bergführer ums Leben gekommen. Insgesamt lag die Zahl der Toten seit Beginn der Hauptklettersaison am höchsten Berg der Welt in der vergangenen Woche damit bei sieben, wie aus Angaben des Tourismusministeriums des Himalaya-Staates sowie von Bergtour-Anbietern vom Freitag hervorging.

Beobachter sagten, manche der Todesfälle könnten damit zusammenhängen, dass zu viele Bergsteiger auf einmal versuchten, den Mount Everest zu erklimmen. Dadurch kam es demnach zu langen Wartezeiten auf gesundheitlich gefährlicher Höhe. 

Ein 33 Jahre alter nepalesischer Bergführer brach am Freitag beim Aufstieg mit einer Gruppe zusammen und wurde zum Basislager hinunter geflogen, wie sein Arbeitgeber mitteilte. Dort hätten Ärzte nur noch den Tod des Mannes feststellen können.

Update von 15.09 Uhr: Anders als zunächst angenommen, verstarben drei Bergsteiger auf dem Mount Everest. Ein 65-jähriger Österreicher und zwei Inder seien auf dem höchsten Berg der Welt gestorben, teilten die Organisatoren ihrer Touren am Freitag mit. Weil immer mehr Bergsteiger das „Dach der Welt" besteigen wollen und Nepal sehr viele Genehmigungen dafür erteilt, kommt es in der sogenannten Todeszone des Everest oberhalb von 8000 Metern zu langen und lebensgefährlichen Staus.

Der Touren-Veranstalter Peak Promotion teilte mit, eine 52-jährige Inderin habe zwar den Gipfel des 8848 Meter Berges erreicht, sei aber am Donnerstag beim Abstieg gestorben. Auch ein 27-jähriger Inder habe den Rückweg nicht überlebt. Er habe auf dem Everest "mehr als zwölf Stunden im Stau" gesteckt, erklärte Peak Promotion. Sherpas hätten den erschöpften jungen Mann ins Camp 4 begleitet, dort habe er allerdings seinen letzten Atemzug getan.

Während diese beiden Unglücke auf der nepalesischen Seite des Mount Everest passierten, starb auf der weniger genutzten Strecke auf der tibetischen Seite ein 65-jähriger Österreicher, wie sein Tourenveranstalter mitteilte.

Tragödien am Mount Everest: Zwei Bergsteiger sterben innerhalb von 24 Stunden

Erstmeldung vom 24. Mai 2019: Gleich zwei Bergsteiger sind offenbar auf dem Mount Everest in den vergangenen 24 Stunden gestorben. Das berichtet Focus Online mit Bezug auf die "Himalayan Times". Wie der Veranstalter der Expedition selbst mitteilte, handelt es sich bei den beiden Todesopfern um einen 65-jährigen Österreicher und einen 27 Jahre alten Inder. Weshalb die beiden Bergsteiger ums Leben kamen, ist noch nicht klar. 

Mount Everest: Zwei Todesopfer innerhalb von 24 Stunden

Die Anzahl der Todesopfer erhöht sich damit in diesem Jahr bereits auf 16. Der Mount Everest erfreute sich in den vergangenen Jahren immer größerer Beliebtheit, dabei wurde erst vor wenigen Tagen sogar ein Rekord gebrochen. Mit seinem zweiten Aufstieg auf den Gipfel des Mount Everest binnen einer Woche hat der nepalesische Bergführer Kami Rita Sherpa seinen eigenen Rekord erneut gebrochen: 24 Mal stand der 49-Jährige auf dem Gipfel - so oft wie niemand sonst auf der Welt. Kami Rita Sherpa führte nach Angaben des Expeditionsunternehmens Seven Summits Trek am Dienstagmorgen ein Team der indischen Polizei auf den Everest.

Auch dieser Bergsteiger stürzte am Mount Everest

Am Mittwoch stürzte ein 55-jähriger Bergsteiger aus Utah in den Tod, kurz nach dem er den Gipfel des Mount Everest erreicht hatte.

Video

Beim Abstieg vom dritthöchsten Berg der Welt erlitt Frank Irnich aus Geretsried bei München gesundheitliche Probleme. Nun soll er ausgeflogen werden, wie Merkur.de* berichtet. 

*fr.de., merkur.de und nordbuzz.de sind Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

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