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"Mr Nice" Howard Marks hatte ein bewegtes Leben.

Vom Elite-Studenten zum Drogenschmuggler

"Mr Nice" ist tot: Drogenschmuggler Howard Marks gestorben

London - Er studierte an der Elite-Uni Oxford, schmuggelte dann Drogen und hatte zeitweise 43 Decknamen. Jetzt ist der Brite Howard Marks tot.

Der britische Drogenschmuggler und Kultautor Howard Marks ist tot. Er starb am Sonntag mit 70 Jahren an Darmkrebs, wie es am Montag in einer offiziellen Erklärung hieß, die auch im Internetdienst Twitter veröffentlicht wurde. Demnach schlief er friedlich im Beisein seiner vier Kinder ein. Seine Krankheit habe er stets mit "Würde und Humor" getragen. 

Marks studierte in den 60er Jahren an der Elite-Universität von Oxford, bevor er nach seinem Abschluss eine internationale Drogenkarriere startete. So schmuggelte er Haschisch in Möbeln pakistanischer Diplomaten und in der Musikausrüstung fiktiver britischer Popgruppen auf angeblicher Tournee durch die Welt. In den 80er Jahren hatte er zeitweise 43 Decknamen, 89 Telefonnummern und 25 Firmen, die weltweit Handel betrieben. 

Im Jahr 1988 wurde Marks in den USA festgenommen und verurteilt, 1995 kam er auf Kaution aus dem Gefängnis frei. Im Jahr darauf veröffentlichte er seine Autobiografie "Mr Nice" und erzählte darin von seinem bewegten Leben. Das Buch wurde später verfilmt. Marks trat auch als Entertainer auf und setzte sich für die Legalisierung von Cannabis ein. Im vergangenen Jahr offenbarte er, dass er unheilbar an Darmkrebs erkrankt sei.

afp

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