Münchner erhalten Technik-Oscar

Beverly Hills - Ein Oscar geht nach Deutschland: Die amerikanische Filmakademie ehrt die Entwickler eines Filmrekorders. Der "Arrilaser" habe wesentlichen Einfluss auf den technischen Fortschritt der Filmindustrie.

Oscars für Filmtechnik „made in Germany“: Mitarbeiter der Münchner Firma Arri gehören zu den Preisträgern der diesjährigen Oscar-Würdigungen für wissenschaftlich-technische Errungenschaften. Wie die Academy of Motion Picture Arts and Sciences am Donnerstag in Los Angeles mitteilte, werden insgesamt acht Technik-Preise an 28 Ingenieure und Erfinder vergeben.

Den höchsten Preis, einen „Academy Award of Merit“ in Form einer Oscar-Statuette, erhalten in diesem Jahr Franz Kraus, Johannes Steurer und Wolfgang Riedel für Design und Entwicklung des ARRILASER-Filmrecorders. Bereits 2002 hatte das Trio dafür von der Filmakademie eine Oscar-Plakette für Wissenschaft und Entwicklung bekommen. Kassenschlager wie „Harry Potter“, „Der Herr der Ringe“ oder „Amelie“ wurden mit dem Laser hergestellt.

Neben der begehrten Oscar-Statuette händigt die Akademie in diesem Jahr sechs Oscar-Plaketten und ein Technik-Zertifikat aus. Eine der Plaketten geht an Jürgen Noffke und Uwe Weber, die im Auftrag von Arri/Zeiss neuartige Filmkamera-Objektive (Master Prime Lenses) entwickelten.

Mit Kameras, Lichttechnik und anderen Produkten hat die traditionsreiche Münchner Firma Arnold & Richter Cine Technik (Arri) seit 1967 schon mehr als ein Dutzend Technik-Oscars gewonnen.

Anders als bei den Spielfilm-Oscars müssen preisgekrönte technische Erfindungen nicht im Jahr vor der Verleihung entwickelt worden sein. Vielmehr sollten sie schon eine Zeit lang ihre Nützlichkeit bewiesen haben. Die Auszeichnungen werden am 11. Februar bei einem Gala-Dinner in Beverly Hills verliehen. Die feierliche Oscar-Show geht dann am 26. Februar in Hollywood über die Bühne.

dpa/dapd

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