Mumps-Ausbruch in Kanada - Kinder wegen Religion nicht geimpft

New York/Vancouver - Im Westen Kanadas ist die fast ausgerottete Kinderkrankheit Mumps wieder ausgebrochen, weil eine Gemeinde ihre Kinder aus religiösen Gründen nicht hat impfen lassen.

Nach Angaben der Gesundheitsbehörden gab es seit Februar in der Gegend um Vancouver ungefähr 190 Fälle von "Ziegenpeter". Normalerweise sind es nur eine Hand voll Infektionen im Jahr. Wie die Zeitung "Globe and Mail" am Donnerstag berichtete, erwägt das Gesundheitsministerium der betroffenen Provinz British Columbia, zum Schuljahresbeginn Massenimpfungen anzubieten.

Die Krankheit ist in einer Kleinstadt etwa hundert Kilometer östlich von Vancouver ausgebrochen. Im vergangenen Jahr hatte es in der Provinz Neu-Schottland eine Mumps-Epidemie mit 800 Erkrankungen gegeben. Mumps ist eine hochansteckende Virusinfektion, die zu Taubheit, Sterilität oder sogar zum Tod führen kann.

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