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3800 gleich gekleidete Paare geben sich bei einer Massenhochzeit der auch als Mun-Sekte bekannten Vereinigungskirche das Jawort.

3800 Paare sagen Ja

Lieblose Massenhochzeit der Mun-Sekte in Südkorea

Seoul - Hunderte von Brautpaaren aus aller Welt haben sich bei einer Massenhochzeit in Südkorea das Ja-Wort gegeben. Dahinter steckt die Mun-Sekte.

Hunderte von Brautpaaren aus aller Welt haben sich bei einer Massenhochzeit in Südkorea das Ja-Wort gegeben. Veranstaltet wurde die im Internet übertragene Zeremonie am Dienstag von der als „Vereinigungskirche“ bekannten Bewegung, die 1954 vom einst umstrittenen koreanischen Sektenführer San Myung Mun ins Leben gerufen wurde. Mun starb Anfang September 2012 im Alter von 92 Jahren. Solche Massentrauungen waren stets ein Markenzeichen Muns, der sich zu Lebzeiten selber als Messias bezeichnet hatte.

An der Zeremonie im Mun-Hauptquartier in Kapyong bei Seoul nahmen 3800 Paare teil, wie die Organisation mitteilte. Bei 800 von ihnen habe es sich um Neuvermählte gehandelt, die anderen hätten ihr Ehegelübde erneuert. Die Frau Muns, Hak Ja Han Moon (72), erteilte den alle gleich in Weiß und Schwarz gekleideten Paaren die „kosmische heilige Segnung“. Etwa 20.000 Paare aus 194 Ländern seien per Video zugeschaltet worden, hieß es.

Dritte umstrittene Sekten-Zeremonie seit Muns Tod

Es war die dritte derartige Zeremonie der Bewegung seit dem Tod Muns. Kritiker warfen ihm vor, er strebe eine Art Weltherrschaft an. Zugleich schuf Mun ein Wirtschaftsimperium, das ihn zum Milliardär machte.

dpa

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