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Das hätte gefährlich enden können

Mutige Jugendliche stoppen bewaffneten Räuber

Essen - Damit hat dieser Räuber nicht gerechnet. Zwei Jugendliche (15) haben einen bewaffneten Mann in Essen an der Flucht gehindert, bis die Polizei da war.

Zwei 15-Jährige haben in Essen einen bewaffneten Räuber in einem Juweliergeschäft festgesetzt und so einen Überfall vereitelt. Der 57-Jähriger kam am Samstag mit gezogener Waffe in den Laden in der Fußgängerzone. Unter Schock händigten die zwei Verkäuferinnen Schmuck und Bargeld aus - dann wollte der Mann flüchten.

Doch von draußen hatten zwei 15-Jährige den Vorfall mitbekommen, sie handelten geistesgegenwärtig: „Die Jungs aus Gelsenkirchen stemmten sich von außen gegen die Tür, so dass der Täter nicht fliehen konnte“, sagte ein Polizeisprecher am Sonntag. Weitere Passanten alarmierten die Polizei. „Die Kollegen konnten den Täter widerstandslos festnehmen.“ Keiner der Beteiligten wurde verletzt. Die Tatwaffe stellte sich im Nachhinein als Softair-Pistole heraus.

Die Aktion der beiden 15-Jährigen hätte allerdings auch schiefgehen können, wie die Polizei feststellte: „Die Jungs haben sehr couragiert und mutig gehandelt, aber generell raten wir dazu, sich niemals einem bewaffneten Täter in den Weg zu stellen, sondern ihn laufen zu lassen und sich möglichst viel einzuprägen, was der Polizei bei den Ermittlungen helfen kann.“

Auch Verkäufer sollten mit Tätern jederzeit kooperieren, die Forderungen erfüllen und sie laufen lassen: „Je nachdem, wie ausgeprägt der Fluchtgedanke ist, kann der Täter auch gewaltbereit reagieren.“

dpa

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