Prozess in Wien

Mutmaßliche Gruppenvergewaltiger verhöhnen Opfer

Wien - In Wien hat der Prozess gegen neun Männer begonnen, die in der Neujahrsnacht 2016 eine 28-jährige Deutsche mehrfach vergewaltigt haben sollen. Doch es geschah noch etwas. 

In Wien hat der Prozess gegen neun Männer begonnen. Sie sollen in der Neujahrsnacht von 2015 auf das Jahr 2016 in Wien eine Frau vergewaltigt haben. Die damals 28-Jährige wollte in Wien mit einer Freundin in das neue Jahr feiern, doch als die beiden Frauen gegen zwei Uhr morgens in einem Lokal in dem Wiener Partyviertel „Bermuda-Dreieck“ einkehrten, lernten sie laut dem österreichischen Nachrichtenportal heute.at eine Gruppe Männer kennen

Die Männer sollen die Frauen auf hochprozentige Getränke eingeladen haben, bevor das spätere Opfer wegen Übelkeit gegen vier Uhr vor die Tür des Lokals gegangen sein soll. Daraufhin heißt es, dass die Männer die 28-Jährige in eine Wohnung im Wiener Stadtteil Leopoldstadt geschleppt hätten.

Angeklagte sollen Selfie mit dem Opfer gemacht haben

Das Opfer soll in den nächsten Stunden von mindestens sechs Männern vergewaltigt worden sein. Wie die Polizei Wien mitteilt, wurden später zahlreiche DNA-Spuren an dem Opfer gefunden, die nachwiesen, dass sie von unterschiedlichen Personen sexuell missbraucht wurde. Wie heute.at zudem berichtet, sollen die Angeklagten nach den Vergewaltigungen Selfies mit der 28-Jährigen gemacht haben. 

Anschließend soll sie wieder angezogen und zu einer Straßenbahnstation gebracht worden sein. Passanten seien schließlich auf die völlig verstörte Frau aufmerksam geworden und hätten sie zu einer Polizeidienststelle begleitet. 

Bei den Männern soll es sich um Asylsuchende handeln

Während des jetzigen Verfahrens sei die 28-jährige Deutsche nicht anwesend, so das österreichische Nachrichtenportal. Ihre Aussage wurde bereits im Oktober 2016 vor Gericht aufgenommen. Während der Verhandlung sollen sich die Angeklagten gegenseitig belastet haben. Außerdem sollen einige der Männer aus einer Familie stammen, die im Irak jedoch auf verschiedene Stämmen verteilt sei, die teils sogar verfeindet seien. 

In der Befragung sollen die Angeklagten laut heute.at zudem das Opfer verhöhnt haben, indem sie gesagt hätten, dass das Opfer „selbst schuld sei“ und sich keiner von ihnen schuldig fühlen würde. Lediglich der Hauptangeklagte der neun Männer habe sich schuldig bekannt, so heute.at

Wie das ORF berichtet, soll es sich bei den Angeklagten um Flüchtlinge handeln, die 2015 nach Österreich gekommen seien. Vier von ihnen sollen bereits einen Asylstatus erhalten haben, bei den anderen Männern dauere das Asylverfahren noch an. 

Der Prozess ist für insgesamt vier Tage angesetzt. 

mt

Rubriklistenbild: © dpa

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