Mutmaßlicher Serienmörder geschnappt

Peking - Er soll elf Teenager ermordet und zerstückelt haben: In der südwestchinesischen Provinz Yunnan hat die Polizei den 56 Jahre alten mutmaßlichen Täter festgenommen.

Das berichtete die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua am Sonntag. In der Gegend um seinen Wohnort Nanmen im Kreis Jinning waren seit 2008 zahlreiche Jugendliche verschwunden.

Laut einer Erklärung des Ministeriums für Öffentliche Sicherheit sprechen zahlreiche Beweise und DNA-Spuren dafür, dass der Mann die elf männlichen Jugendlichen getötet hat. Der Mann hatte 1979 wegen Mordes die Todesstrafe mit einem zweijährigen Vollzugsaufschub erhalten. Nach einigen Strafermäßigungen war er 1997 aus dem Vollzug entlassen worden.

Die Ermittlungen beweisen laut Xinhua, dass der mutmaßliche Serienmörder männliche Jugendliche angegriffen hat, die in der Nähe seines Hauses allein auf einer ruhigen Straße gingen. Nach den Morden soll der Mann seine Opfer zerstückelt, verbrannt und vergraben haben, um Beweise zu vernichten.

Laut einem Bericht der Zeitung „Global Times“ waren in der Gegend um Nanmen allein in den letzten 15 Monaten sechs junge Männer verschwunden. Die Zeitung zitiert einen Rechtsanwalt, der den örtlichen Polizeibehörden mangelndes Engagement bei der Aufklärung der Fälle vorwirft. Xinhua berichtet, das Ministerium für Öffentliche Sicherheit habe zugesichert, „mit den örtlichen Behörden zusammenzuarbeiten, um jeden Polizisten zu bestrafen, der seine Dienstpflichten verletzt hat“.

dpa

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