Er sprang aus dem zweiten Stock

Mutmaßlicher Sexualstraftäter aus Klinik geflohen

Berlin - Ein mutmaßlicher Sexualstraftäter ist bei einer Untersuchung aus der Berliner Klinik Charité geflohen. Man hatte ihm die Fußfesseln abgenommen. Er sprang aus einem Fenster.

Berlin - Mit gefesselten Händen ist ein mutmaßlicher Sexualstraftäter aus sechs Metern Höhe aus einem Toilettenfenster der Berliner Charité in die Freiheit gesprungen. Doch diese währte nur kurz: Nach mehreren Stunden kehrte der Gesuchte noch am Donnerstag von allein zurück in die Klinik. Seine Fesseln habe er da noch immer getragen, sagte eine Sprecherin der Senatsverwaltung für Gesundheit. Obwohl er aus großer Höhe gesprungen war, blieb er unverletzt. Wo er sich in der Zwischenzeit aufgehalten hatte, wurde nicht bekannt.

Der Mann war am Donnerstagmorgen im Institut für Rechtsmedizin in Berlin-Reinickendorf untersucht worden, da die Staatsanwaltschaft eine Altersdiagnose angeordnet hatte. Er soll vermutlich 22 Jahre alt sein. Begleitet wurde er den Angaben zufolge von einem Pfleger und zwei Sicherheitsleuten. Die Fußfesseln wurden ihm für die Untersuchung abgenommen.

Mit Hilfe einer Dolmetscherin habe der Mann aus Sierra Leone noch vor der Untersuchung gesagt, dringend zur Toilette zu müssen. Dort gelang ihm die spektakuläre Flucht aus dem zweiten Stock. Der Mann selbst habe wohl keine Konsequenzen zu fürchten, sagte die Sprecherin.

Der Beschuldigte ist seit Juli im Krankenhaus im Maßregelvollzug. Ihm wird vorgeworfen, wahrscheinlich im Zustand der Schuldunfähigkeit eine Sexualstraftat begangen zu haben. Zuerst hatte die „B.Z.“ über den Fall berichtet.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Tödliches Autorennen: Berliner Raser wegen Mordes verurteilt
Das Urteil war mit Spannung erwartet worden. Es ging um ein illegales Rennen von zwei jungen Sportwagenfahrern durch Berlin. Dabei starb vor einem Jahr ein unbeteiligter …
Tödliches Autorennen: Berliner Raser wegen Mordes verurteilt
Mann starb bei illegalem Autorennen: Raser wegen Mordes verurteilt
Berlin - Bei einem illegalen Autorennen am Ku‘damm starb im vergangenen Jahr ein unbeteiligter Mann. Nun wurden die Raser verurteilt - und zwar wegen Mordes.
Mann starb bei illegalem Autorennen: Raser wegen Mordes verurteilt
Mutter ließ sie kurz allein: Zwillinge ertrinken in Waschmaschine
Neu Delhi - Nur kurz ließ eine Mutter in Indien ihre dreijährigen Zwillinge in der Wohnung alleine. Als sie wieder zurückkam, waren die Kinder verschwunden - und ein …
Mutter ließ sie kurz allein: Zwillinge ertrinken in Waschmaschine
Joelle (15) ging auf die Toilette - und kehrte nicht zurück
Laufenburg - Von einer 15-Jährigen aus Bad Säckingen fehlt jede Spur. Die Jugendliche war mit ihrer Mutter bei einer Faschingsveranstaltung gewesen. Doch nach einem …
Joelle (15) ging auf die Toilette - und kehrte nicht zurück

Kommentare