Mögliches "Bandidos"-Mitglied schweigt vor Gericht

Magdeburg - Unter verschärften Sicherheitsbedingungen verhandelt das Landgericht Magdeburg seit Freitag gegen ein mutmaßliches Mitglied der Rockerbande “Bandidos“.

Dem 39-Jährigen werden räuberische Erpressung, Körperverletzung und Nötigung vorgeworfen. Es werden ihm zwei Taten zur Last gelegt, die im Harz passiert sein sollen. Der Angeklagte, laut Staatsanwaltschaft einschlägig vorbestraft, schwieg zum Prozessbeginn vor der 5. Strafkammer. Zuvor hatten die Beteiligten versucht, sich im Fall eines Geständnisses auf ein Strafmaß zu einigen - ohne Ergebnis.

Laut Staatsanwaltschaft soll der Angeklagte am 26. September 2009 in Thale (Harzkreis in Sachsen-Anhalt) mit zwei Komplizen drei Menschen stundenlang gequält und misshandelt haben. Der 39-Jährige soll “die treibende Kraft“ gewesen sein. Grund für die brutale Tat war laut Staatsanwältin Martina Laue ein Streit, bei dem die Opfer damit geprahlt hatten, sie würden den Angeklagten und die “Bandidos“ zu Hilfe holen.

Angeklagt ist auch eine Tat, die am 15. Oktober 2010 in Halberstadt passiert sein soll. Hier sei es zu Auseinandersetzungen wegen einer unbezahlten Drogenlieferung gekommen. Der Angeklagte habe einen Mann zusammengeschlagen, um von ihm 3000 Euro einzutreiben.

Die “Bandidos“ haben ihre Wurzeln in den USA. Sie gelten als eine hierarchisch organisierte Gruppe, denen Verstrickungen im Drogen- und Prostitutions-Milieu nachgesagt werden. Immer wieder gibt es Auseinandersetzungen mit der verfeindeten Rockerbande “Hells Angels“.

Der Prozess wird am 23. Februar mit Zeugenvernehmungen fortgesetzt. Es sind zunächst sechs Verhandlungstage bis 10. März vorgesehen.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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