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In den Medien präsentierte sich die 25-Jährige als verzweifelte Mutter.

Grausiges Geheimnis verschwiegen

Verschwundenes Kind - Mutter lügt monatelang

Paris - Das Verschwinden eines kleinen Mädchens in Frankreich erinnerte an den spektakulären Fall „Maddie“. Nun stellt sich heraus, dass die Mutter gelogen und ein grausiges Geheimnis verschwiegen hat.

Eine Mutter aus Frankreich hat Polizei und Öffentlichkeit monatelang über das angebliche Verschwinden ihrer fünfjährigen Tochter belogen. Die junge Frau habe nun bei Vernehmungen angegeben, dass ihr Kind tot und an einem Waldrand vergraben worden sei, sagten Ermittler am Donnerstag. Ihr Lebensgefährte machte ähnliche Angaben. Bei ihren Aussagen zur Todesursache widersprachen sich die beiden aber. Der Mann gab an, Fiona sei erstickt, nachdem sie versucht habe, sich wie ihre schwangere Mutter zu übergeben. Die Frau behauptete, das Kind sei vom Lebensgefährten geschlagen worden.

Der Fall der verschwundenen Fiona macht in Frankreich seit Wochen Schlagzeilen. Die Mutter hatte sie am 12. Mai als vermisst gemeldet und gesagt, das Mädchen sei bei einem Parkbesuch in Clermont-Ferrand im Zentrum des Landes verschwunden. Daraufhin suchte die Polizei tagelang mit einem Großaufgebot nach dem Kind. In den Medien präsentierte sich die 25-Jährige als verzweifelte Mutter, warf der Polizei zu langsame Arbeit vor und rief die Öffentlichkeit zur Mithilfe bei der Suche nach ihrer Tochter auf.

Das Verschwinden der Fünfjährigen erinnerte zeitweise an den spektakulären Fall „Maddie“. Madeleine McCann war Anfang Mai 2007 im Alter von drei Jahren aus einer Ferienwohnung an der portugiesischen Algarve-Küste verschwunden. Ihre Eltern ließen mit teils öffentlichkeitswirksamen Aktionen nach dem Kind suchen. Die portugiesische Polizei beendete 2008 die Ermittlungen, weil sich der Verdacht eines Verbrechens nicht erhärten ließ. Die Londoner Polizei ließ allerdings bislang nicht locker und ermittelt weiter.

dpa

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