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Der 51 Jahre alte Freund der geständigen Täterin ist mitangeklagt.

Mutter schildert Entführung ihres Babys

Koblenz - Man riss ihr Baby aus dem Kinderwagen und verschleppte es aus Tschechien nach Deutschland: Eine Mutter hat sich vor Gericht unter Tränen an die Entführung ihres Kindes erinnert.

Die 21-Jährige berichtete am Donnerstag in Koblenz beim Prozess gegen eine 48 Jahre alte Frau und ihren 51-jährigen Freund, wie der angeklagte Mann die kleine Michala im Sommer 2012 in einem Park im tschechischen Ústí nad Labem aus dem Kinderwagen entführt habe. Die Tat geschah vor den Augen der Mutter. Sie habe vergeblich versucht, die kleine Michala noch am Füßchen festzuhalten. Der Mann sei mit dem Baby in einem Auto geflohen.

Das mutmaßliche Entführer-Pärchen hatte das Kind nach Rheinland-Pfalz gebracht. Nach einer Großfahndung wurde die kleine Michala wenige Tage nach der Entführung wohlbehalten in Neuwied gefunden. Das Baby war in die Wohnung der Mutter der angeklagten Frau gebracht.

Die 48-Jährige hat bereits gestanden. Ihren Freund will sie mit Lügen in die Tat hineingezogen haben. Angeblich verschwieg sie ihm eine Fehlgeburt und behauptete, das eigene Baby sei entführt worden. Im Juli 2010 sah sie Michala und gab vor, es handele sich um das gekidnappte Kind der beiden.

Eine Entschuldigung des Pärchens lehnte die 21 Jahre alte Mutter ab. Sie will wegen psychischer Belastung Schadenersatz fordern.

dpa

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