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Die Angeklagte vor Gericht.

Frau gesteht Kindstötung

Mutter wirft Baby aus dem Fenster - Prozess

Duisburg - Eine junge Mutter aus Nordrhein-Westfalen hat ihr Baby direkt nach der Geburt aus dem zweiten Stock in einen Hinterhof geworfen. Sechs Monate später muss ein Gericht herausfinden, warum.

Die 26-Jährige war mit ihrer vierjährigen Tochter in der Wohnung ihrer Eltern in Oberhausen, als die Wehen einsetzten. Sie brachte ihr Kind auf der Toilette zur Welt - unbemerkt von ihren anwesenden Eltern. „Ich habe das Baby mit den Händen abgefangen, dann habe ich das Fenster aufgemacht“, sagte sie den Richtern unter Tränen.

Der Säugling hatte keine Chance, das Baby schlug auf dem Pflaster auf und starb. „Ich hatte gehofft, dass es durch Kartons abgefedert wird, bevor es aufschlägt“, sagte die Frau, die sich seit Mittwoch in Duisburg vor Gericht verantworten muss. Sie hatte ihre Schwangerschaft bis zuletzt verheimlicht.

Der Leichnam des Säuglings wurde später von Nachbarn gefunden. Eine groß angelegte DNA-Untersuchung in der Nachbarschaft hatte die Ermittler schließlich zu der Angeklagten geführt. „Ich wollte das Kind eigentlich bei mir zu Hause bekommen und dann in die Babyklappe geben“, sagte die Frau.

Zuvor hatte die Angeklagte bereits zweimal abgetrieben, das habe sie nicht erneut gewollt. Warum aber verheimlichte sie ihre Schwangerschaft? „Ich wollte meine Eltern nicht schon wieder enttäuschen.“ Nach zwei abgebrochenen Ausbildungen habe sie gerade erst wieder eine Lehre zur Bäckereifachverkäuferin begonnen.

Der 26-Jährigen droht zwischen sieben und acht Jahren Haft. Richter, Staatsanwalt und Angeklagte hatten sich bereits am ersten Prozesstag auf dieses Strafmaß verständigt, sollte die Mutter gestehen.

dpa

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