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An der Kinderklinik an der Universität Greifswald setzt man auf die Gabe von roher - also nicht pasteurisierter Frauenmilch. Foto: Stefan Sauer

Besser als künstliche Milch

Muttermilch tut Frühchen gut

Frühchen gedeihen Studien zufolge besser, wenn sie Muttermilch erhalten. Doch nicht alle Mütter können stillen. Ein alter Trend erlebt wieder Aufwind: Frauenmilchbanken. Der Bedarf nach Frauenmilch - gerade in den Frühgeborenenzentren - ist größer als das Angebot.

Greifswald (dpa) - Frühchen gedeihen besser, wenn sie statt künstlicher Milch die fremder Frauen erhalten. Mit den Frauenmilchbanken erlebt ein alter Trend nach einer Schließungswelle in den 70er bis 90er Jahren wieder Aufwind.

Nach Angaben der European Milk Bank Association (Emba) arbeiten in Deutschland aktuell 15 Frauenmilchbanken, davon 13 in den neuen Bundesländern. 1959 wurden in Deutschland 86 Frauenmilchbanken gezählt. Verschiedenen Studien zufolge erkranken Frühchen, die Muttermilch erhalten, seltener an Darm-, Lungen- und Augenentzündungen. Zudem stimuliert sie die geistige Entwicklung des Frühchens.

Rund 50 Experten aus Deutschland wollten sich am Mittwoch am Universitätsklinikum Greifswald treffen, um über hygienische Anforderungen und den Einsatz von Muttermilch bei Frühgeborenen zu beraten. Die Muttermilch sei aufgrund ihrer Inhaltsstoffe und Verträglichkeit die gesündeste und beste Mahlzeit für Neugeborene, sagte der Leiter der Abteilung Neonatologie und Pädiatrische Intensivmedizin, Matthias Heckmann. Darüber hinaus biete die natürliche Ernährung auch lebenslange Vorteile, da sie zum Beispiel das Risiko mindere, später übergewichtig oder zuckerkrank zu werden. Als Spenderinnen kommen junge Frauen in Betracht, die ihre eigene Milch nicht vollständig nutzen.

Deutscher Hebammenverband

European Milk Bank Association

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