Mysteriöse Selbstmordserie Jugendlicher in Wales

London - Eine mysteriöse Selbstmordserie von Jugendlichen beunruhigt die Einwohner einer Kleinstadt in Wales. Die Polizei geht Berichten zufolge Hinweisen nach, wonach es einen Zusammenhang mit der Internet-Kontaktseite Bebo geben könnte.

In der vergangenen Woche wurde eine 17-jährige Schülerin erhängt in ihrem Zimmer gefunden, berichteten britische Medien am Mittwoch. Einen Tag später versuchten zwei weitere Mädchen, sich das Leben zu nehmen. In den vergangenen elf Monaten hatten sich bereits sechs junge Männer im Umkreis von Bridgend im Süden von Wales auf die gleiche Weise umgebracht.

Die Einwohner vermuten einen Selbstmordkult im Internet. Die Ermittler untersuchten am Mittwoch mehrere Computer. Einige der Selbstmordopfer hatten Botschaften im Internet an andere Selbstmörder hinterlassen. Es seien virtuelle Gedenktafeln, die den Opfern Anerkennung zollen und ein Andenken schaffen, berichtete die Zeitung "Daily Mail" unter Berufung auf Ermittler. Die Polizei fürchtet einen Nachahmungseffekt. Die 17-jährige Natasha hatte eine Botschaft an Liam Clarke hinterlassen, der sich kurz nach Weihnachten erhängte. "Ruhe in Frieden Clarky-Boy, du wirst mir fehlen", hatte die Schülerin geschrieben. Unklar ist noch, wie viele der Opfer einander wirklich kannten oder nur Kontakt über das Internet hatten.

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