Rätselhafter Todesfall

Mysteriöse Umstände: Frau auf Toilette erstochen

Abu Dhabi - Die Polizei in Abu Dhabi steht vor einem Rätsel: In der Damentoilette eines Einkaufszentrum wurde eine 37-Jährige niedergestochen. Die Umstände sind ungeklärt.

Die Polizei von Abu Dhabi ermittelt in einem rätselhaften Todesfall: Eine Frau aus den USA wurde Medienberichten vom Mittwoch zufolge in der Damentoilette eines Einkaufzentrums niedergestochen. Der Leiter der Kriminalpolizei, Raschid Burscheid, sagte der Regierungszeitung "The National", die 37-jährige Mitarbeiterin einer Vorschule sei im Krankenhaus ihren Verletzungen erlegen. Auf sie sei am Montagnachmittag mit einem "scharfen Gegenstand" eingestochen worden. Vertreter der Regierung oder der US-Botschaft waren für Kommentare zunächst nicht zu erreichen.

Zeugen zufolge trug der oder die Angreiferin ein langes schwarzes Gewand, schwarze Handschuhe und einen Nikab, der nur einen schmalen Sehschlitz für die Augen offen lässt. Von dem oder der Täterin fehlte jede Spur.

Motiv noch völlig unklar

Das Motiv für die Tat sei völlig unklar, sagte Burscheid. Ein Angestellter eines Restaurants in der Nähe der Toilette berichtete dem Blatt, er habe zwei streitende Frauenstimmen gehört, eine habe gedroht: "Setz Dich oder ich töte Dich". Laut Polizei war die Tote geschieden und Mutter elfjähriger Zwillinge. Die Kinder seien in der Obhut der Polizei, bis ihr Vater aus dem Ausland eingetroffen sei. Burscheid rief mögliche Zeugen auf, sich unter einer Sondernummer bei ihm zu melden.

Abu Dhabi ist die Hauptstadt des gleichnamigen Emirats und der Vereinigten Arabischen Emirate. Diese sind mit den USA im Kampf gegen die Dschihadistengruppe Islamischer Staat verbündet. Die Regierung von Abu Dhabi ist darüberhinaus ein erbitterter Gegner der radikalislamischen Muslimbruderschaft. Am Tag des Angriffs in der Boutik Mall hatte eine Audiobotschaft, die von IS-Sprecher Abu Mohammed al-Adnani stammen soll, alle Muslime zu Angriffen auf westliche Staatsbürger aufgerufen. Abu Dhabi beschäftigt viele Ausländer. Angriffe auf sie sind sehr selten.

AFP

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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