Nach Festnahmen von zwei Jemeniten - Terror gegen Deutsche befürchtet

- Frankfurt/Sanaa - Nach der Festnahme zweier mutmaßlicher El-KaidaMitglieder in Frankfurt am Main befürchtet das Bundeskriminalamt (BKA) eine erhöhte Terrorgefahr für Deutsche im Ausland. Es sei nicht auszuschließen, dass sie stärker als in Deutschland selbst zunehme, berichtete der Berliner "Tagesspiegel am Sonntag". Dies gelte vor allem für Staaten, in denen Polizei und Nachrichtendienste dem Anti-Terror-Kampf offenbar nicht hinreichend gewachsen seien.

<P>Die beiden festgenommenen mutmaßlichen EL-Kaida-Mitglieder bleiben vorerst in Hessen in Gewahrsam. Nachdem das Amtsgericht Frankfurt eine Festhalteanordnung gegen die Jemeniten erlassen hatte, muss nun das Oberlandesgericht über ein US-Auslieferungsersuchen entscheiden.<BR>Einer von ihnen ist Mohammed Ali Hassan el Moajed, ein Führungsmitglied der oppositionellen jemenitischen Reformpartei. Die Partei kritisierte das Vorgehen der deutschen Behörden: "Die Angelegenheit hätte im gesetzlichen Rahmen behandelt werden sollen." Er schloss nicht aus, dass ein Irrtum vorliege.</P><P>El Moajed (58) ist Gründer der El-Ihsan-Moschee in Sanaa. Er soll nach Darstellung deutscher Sicherheitskreise für das von Osama bin Laden geleitete Terrornetzwerk El Kaida die Logistik im Jemen verwaltet haben. Laut "Focus" gilt er auch als Förderer der palästinensischen Extremistenorganisation Hamas.</P><P>Nach Angaben eines Beamten des jemenitischen Innenministeriums verließ El Moajed vor etwa zehn Tagen Jemen, um sich in Deutschland medizinisch behandeln zu lassen. Bei dem anderen Festgenommenen handelt es sich laut Medienberichten um seinen Sekretär Mohammed Moschen.<BR>Die "Washington Post" berichtete, die beiden Männer seien nach Deutschland gelockt worden. El Moajed sei ein enger Vertrauter des El Kaida-Operationschefs El Naschiri, der der Drahtzieher des Anschlags auf das US-Kriegsschiff "Cole" gewesen sein soll.<BR>Mohammed Hassan el Moajed.</P><P> </P>

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