Nach Frauenmord in Telgte rund 30 Hinweise

- Münster - Einen Tag nach dem mysteriösen Mord an drei Frauen in der westfälischen Kleinstadt Telgte hat die Polizei noch keine heiße Spur. "Es sind bisher rund 30 Hinweise eingegangen, aber eher mit Bezug auf gehörte Knallgeräusche als auf mögliche Tatmotive oder Verdächtige", sagte ein Polizeisprecher am Donnerstagmittag in Münster.

<P>Die 20-köpfige Mordkommission gehe allen Hinweisen nach und setze die Vernehmungen von Menschen aus dem engeren Umfeld der 30, 34 und 39 Jahre alten Putzfrauen fort.</P><P>Unterdessen sind nach den gefundenen Geschosshülsen auch die Projektile aus den Leichen zur ballistischen Untersuchung geschickt worden. Um welche Art Waffe es sich gehandelt habe, war am Donnerstag nach Angaben von Oberstaatsanwalt Wolfgang Schweer noch nicht klar. Laut Polizei werden erste Ergebnisse frühestens am Freitag erwartet.</P><P>Die drei Frauen waren nach bisherigen Ermittlungen am Mittwoch kurz nach Mitternacht auf dem Parkplatz vor einem Fitness-Studio aus nächster Nähe erschossen worden. Sie hatten dort - wie jede Nacht ihre Arbeit als Putzfrauen beendet, vermutlich hat der Täter ihnen aufgelauert. Der Schwiegervater einer der Frauen fand sie gegen 2.00 Uhr leblos auf. Die 30 und 39 Jahre alten Opfer waren zu dem Zeitpunkt schon tot, die 34-Jährige starb wenig später im Krankenhaus. Alle drei Frauen waren verheiratet und führten laut Polizei ein normales Leben.</P><P>Bei der Suche nach einem Motiv für die Bluttat tappt die Polizei noch völlig im Dunkeln. "Wir können nichts ausschließen und nichts erhärten", sagte Polizeisprecher Jan Schabacker. Bislang gebe es auch keinerlei Hinweise, ob die Tat nur einer Frauen gegolten habe und wenn, welcher. Den Ermittlungen zufolge hatten sie über die gemeinsame Arbeitsstelle hinaus keine engere Verbindung. Alle Frauen wohnten in Telgte, eine war Türkin.</P><P></P>

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