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Weil ein Japaner nach der Geburt vertauscht wurde, bekommt er jetzt eine Entschädigungszahlung.

38 Millionen Yen

Bei Geburt vertauscht: Japaner wird entschädigt

Tokio - Ein Japaner, der kurz nach seiner Geburt in einem Krankenhaus mit einem anderen Baby vertauscht wurde, erhält eine Entschädigung von 38 Millionen Yen (gut 275.000 Euro).

Ein Gericht in der Hauptstadt Tokio erklärte es am Dienstag für erwiesen, dass der im Jahr 1953 geborene Mann wegen der Verwechslung in der Klinik in seinem späteren Leben Nachteile erlitten habe, die ansonsten ausgeblieben wären, wie die Nachrichtenagentur Kyodo berichtete. Dies müsse das Krankenhaus nun ausgleichen.

Der Mann verlor dem Bericht zufolge im Alter von zwei Jahren seinen Vater, der allerdings nicht der biologische Vater war. Nach der Schule arbeitete er demnach in einer Fabrik und absolvierte ein Abendstudium, später war er bei einem Transportunternehmen angestellt. Vor Gericht machte der Mann laut Kyodo geltend, dass das Kind, mit dem er vertauscht worden sei, es im Leben wesentlich leichter gehabt und etwa ein herkömmliches Studium absolviert habe. Richter Masatoshi Miyasaka sagte demnach, er habe "Mitgefühl" für den Mann empfunden.

AFP

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