Wetterexperte warnt vor "Zeljko“

Nach der Hitze droht ein Sommersturm

Offenbach - Wen es am Wochenende in die freie Natur zieht, sollte sich vorsehen: Nach dem Ende der wochenlangen Hitze samt Rekord-Temperaturen überrascht uns der Sommer mit einem gefährlichen Sturmtief.

Tief „Zeljko“, das am Freitag als gewöhnliches Tiefdruckgebiet vor der Bretagne lag, werde sich zum Sturmtief entwickeln, sagte Meteorologe Christian Herold vom Deutschen Wetterdienst (DWD). Am Samstag werde „Zeljkos“ Sturmfeld von Westen auf Deutschland treffen. Vermutlich werde sich der Sturm während des Tages von West nach Ost über den Norden und die Mitte ausbreiten und in der Nacht zum Sonntag den Nordosten erreichen.

Die Meteorologen erwarten Sturmböen um 80 Kilometer pro Stunde, vereinzelt auch schwere Sturmböen von über 90 Kilometern pro Stunde. Überraschungen seien nicht ausgeschlossen: Es sei möglich, dass sich sogenannte Stacheljets bilden. Dabei wird in einem eng begrenzten Gebiet Luft aus großer Höhe in der Form eines Stachels nach unten gesaugt. In diesem Fall können Böen um 105 Kilometer pro Stunde auftreten.

Obwohl „Zeljko“ deutlich schwächer ausfällt als große Herbst- und Winterstürme, ist er gefährlich. Die Bäume stehen in vollem Laub und bieten dem Wind eine viel größere Angriffsfläche. „Spaziergänge und Zeltlager in Wäldern sollten in den betreffenden Gebieten am Samstag unbedingt vermieden werden“, riet Herold. Selbst Autofahrten durch Laubwälder und Alleen könnten gefährlich werden.

Mit „Zeljko“ endet die Hitzeperiode. Ab Sonntag wird es deutlich kühler. Im Süden wird es aber noch einmal sommerlich bei 25 Grad. „Im Norden mutet das Wetter bei Temperaturen um 20 Grad, böigem Wind und häufigen Schauern schon etwas herbstlich an“, sagte Herold.

dpa

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa (Symbolbild)

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