Razzia gegen Islamisten in Berlin

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Menschen gedenken am Sonntag auf einem Fußweg im Stadtteil Eppendorf in Hamburg mit Blumen der Opfer des Verkehrsunfalls vom Samstag.

Nach Horror-Unfall mit Promis: Polizei ermittelt

Hamburg - Der schreckliche Unfall, bei dem vier Prominente starben, sorgt weiter für Fassungslosigkeit und Trauer. Gegen den Fahrer laufen nun Ermittlungen wegen fahrlässiger Tötung.

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Vier Tote bei Horror-Unfall - Prominente unter Opfern

Nach dem Horror-Unfall mit vier prominenten Opfern in Hamburg droht dem vermutlich berauschten Todesfahrer eine Anklage wegen fahrlässiger Tötung. Bei einer Verurteilung könnte der 38-Jährige bis zu fünf Jahre ins Gefängnis kommen, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Wilhelm Möllers, am Montag. Der Sozialwissenschaftler Günter Amendt, der Schauspieler Dietmar Mues und seine Ehefrau sowie die Bildhauerin Angela Kurrer waren bei dem Unfall am Samstag getötet worden.

Der 38-Jährige aus Hamburg-Lokstedt habe bisher zu dem Unfall geschwiegen, sagte Polizeisprecher Andreas Schöpflin. Der Mann war - vermutlich unter Drogeneinfluss - im Stadtteil Eppendorf mit seinem Auto bei Rot und mit zu hohem Tempo über eine Ampel gerast und hatte einen Wagen gerammt. Das Fahrzeug des 38-Jährigen überschlug sich mehrfach und schleuderte in eine Menschengruppe, die an einer Fußgängerampel wartete.

Der Sozialwissenschaftler Amendt, bekannt als “Sexfront“-Autor und Drogenexperte, und Schauspieler Mues (“Tatort“, “Großstadtrevier“, “Bella Block“) starben noch an der Unfallstelle. Außerdem wurden acht Menschen leicht verletzt, darunter der Schauspieler Peter Striebeck und seine Ehefrau Ulla - sie saßen in dem gerammten Wagen. Die Staatsanwaltschaft will daher nicht nur wegen fahrlässiger Tötung gegen den Fahrer ermitteln, sondern auch wegen fahrlässiger Körperverletzung und Straßenverkehrsgefährdung.

Kein Haftbefehl beantragt

Wie stark der 38-Jährige unter Drogen stand, soll im Laufe dieser Woche feststehen - dann rechnet die Polizei mit dem Ergebnis eines Bluttests. Bei einem Urin-Schnelltest des Unfallverursachers war der Wirkstoff THC nachgewiesen worden, der in Haschisch oder Marihuana enthalten ist. Daraus lasse sich aber nicht ableiten, wie viel Rauschgift der Mann genommen habe, erklärte Schöpflin - und wie lange der Drogenkonsum zurücklag.

Die Staatsanwaltschaft will zudem ein toxikologisches Gutachten in Auftrag geben. Damit solle geklärt werden, ob der Unfall tatsächlich auf Drogenkonsum zurückzuführen ist, sagte Möllers. “Das wird einige Zeit in Anspruch nehmen.“ Die Behörde will auch die Leichen obduzieren lassen.

Einen Haftbefehl habe die Staatsanwaltschaft nicht beantragt, weil keine Haftgründe vorlägen, sagte Möllers - es handele sich nicht um ein Vorsatzdelikt, und es gebe weder Flucht- noch Wiederholungsgefahr. Der 38-Jährige ist bei der Anklagebehörde bisher nicht auffällig geworden: “Wir kennen ihn nicht.“ Wann die Polizei den Mann befragen will, blieb am Montag zunächst unklar. Seinen Führerschein hatten die Ermittler direkt nach dem Unfall beschlagnahmt.

Der schwere Unfall hat in Hamburg Trauer und Entsetzen ausgelöst. Viele Menschen legten an der Unglücksstelle Blumen nieder und zündeten Kerzen an. Am Unfallort, einer belebten Kreuzung, treffen sechs Straßen aufeinander. Ein Unfallschwerpunkt, betont Polizeisprecher Schöpflin, sei die Kreuzung aber “definitiv nicht“.

dpa

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