Regen und Überschwemmungen

Nach Hurrikan „Maria“: Die USA helfen Puerto Rico 

Das Wetter gönnt den Menschen in Puerto Rico keine Atempause: Nach den Verheerungen durch Hurrikan „Maria“ verschärfen nun Regen und Überschwemmungen die Not. Die USA wollen helfen. 

San Juan - Nach Angaben des US-Hurrikanzentrums könnte in einigen Gebieten am Freitag mehr als ein Meter Regen fallen. Erschwert wird die Situation, weil "Maria" die Stromversorgung und das Kommunikationsnetz auf der Insel lahmgelegt hat. Der Gouverneur des US-Außengebiets, Ricardo Rossello, sprach vom "zerstörerischsten Sturm des Jahrhunderts". Es könnte Monate dauern, bis die Schäden behoben seien. 

"Unser Leben, so wie wir es kannten, gibt es nicht mehr", sagte die Bürgermeisterin der Hauptstadt San Juan, Carmen Yulín Cruz. Allein in Puerto Rico starben mindestens 13 Menschen, sagte Rossello am frühen Freitagmorgen (Ortszeit) dem Sender CNN. Dies seien jedoch nur grobe Schätzungen, fügte er hinzu; "derzeit konzentrieren wir unsere Bemühungen darauf, sicherzustellen, dass alle in Sicherheit sind". Schon in der Nacht seien 700 Menschen vor Überflutungen gerettet worden, sagte Rossello und warnte erneut vor lebensgefährlichen Schlammlawinen. 

Mindestens 33 Menschen kamen bereits ums Leben 

Nach Berichten über Plünderungen galt bis Samstag eine zwölfstündige nächtliche Ausgangssperre. "Maria" fegt seit Montag mit Windgeschwindigkeiten von zeitweise bis zu 260 Stundenkilometern über die Karibik hinweg. Mindestens 33 Menschen kamen ums Leben, darunter allein 15 auf der Insel Dominica, wo der Hurrikan zuerst auf Land traf. 

Auf der zum Großteil zerstörten und von der Außenwelt abgeschnittenen Insel traf inzwischen erste, sehnlich erwartete Hilfe ein: Am Donnerstag erreichte ein französisches Kriegsschiff mit Rettungsteams, Hubschraubern, 40 Tonnen Wasser und weiterem dringend benötigten Material Dominica.

„Maria“ verursachte große Schäden - USA helfen Puerto Rico

Auch Puerto Rico wurde bereits Hilfe von außen zugesichert - und zwar von den USA. Mit Ausrufung des Katastrophenzustandes bekommt das US-Außengebiet, wo viele Menschen in Armut leben, Geld aus Washington. Dazu zählen Hilfen für Unterkünfte und Reparaturen. Trump sagte, Puerto Rico sei „vollkommen ausradiert“ und von Winden getroffen worden, wie die Insel sie nie zuvor erlebt habe. Die USA würden den Wiederaufbau mit großem Enthusiasmus angehen. Das US-Militär teilte mit, es werde mit sechs Hubschraubern und vier Transportflugzeugen helfen.

Bisher ist Puerto Rico nur ein assoziierter Freistaat. Per Referendum hatte die von der Pleite bedrohte Insel beschlossen, dass man der 51. Bundesstaat der USA werden möchte. Dieser Wunsch muss aber vom US-Kongress gebilligt werden. Puerto Rico ist mit 9000 Quadratkilometern in etwa so groß wie Zypern.

 Vor "Maria" hatte "Irma" in der Karibik und in Florida schwere Zerstörungen angerichtet. Viele Wissenschaftler vermuten, dass schwere Wirbelstürme wie "Maria", "Irma" und davor "Harvey" aufgrund des Klimawandels an Intensität zunehmen.


AFP

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