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Das Karussell "Spinning Barrels" (zu deutsch: drehende Fässer) im Holiday Park in Haßloch.

"Aus Respekt vor der Familie"

Nach Tod von Kind: Holiday Park sagt Show ab

Haßloch - Geplant war eine Gute-Laune-Show mit Tanz und südamerikanischer Musik. Doch der Schock nach dem Tod eines Mädchens im Holiday Park sitzt tief.

Nach dem Unfalltod eines elfjährigen Mädchens hat der Holiday Park in der Pfalz eine geplante Tanz- und Musikshow abgesagt. „Dazu haben wir uns aus Respekt vor der Familie entschieden“, sagte eine Sprecherin des Vergnügungsparks in Haßloch. Ursprünglich war am Samstag um 17 Uhr eine „Summer Night“ mit südamerikanischer Musik und Tanz samt Feuerwerk geplant.

Die Elfjährige war am Freitag in dem Park von einem Karussell mitgeschleift und dabei so schwer verletzt worden, dass sie starb. „Im Moment gehen wir von einem Unfall aus“, sagte ein Polizeisprecher in Haßloch. Experten der Kriminalpolizei hätten den Unglücksort am Freitag genau unter die Lupe genommen. Auch Vertreter der Baubehörde der Kreisverwaltung Bad Dürkheim und des TÜV seien dort gewesen.

Die polizeilichen Ermittlungen sollen am Montag weitergehen, auch die Staatsanwaltschaft Frankenthal ist eingeschaltet. Bei der Suche nach den Hintergründen setzen die Ermittler auch auf Augenzeugen, die das Drama beobachtet hatten. „Zeugen werden dringend gesucht“, sagte der Polizeisprecher. In dem Park sei am Freitag einiges los gewesen.

Nach bisherigen Erkenntnissen war das Mädchen, das mit seiner Mutter in dem Park war, auf einer Plattform der „Spinning Barrels“ (zu Deutsch: drehende Fässer) gefallen. Das Kind aus dem hessischen Kelsterbach erlitt unter anderem Schädelverletzungen. Hinweise auf einen Defekt gab es zunächst nicht. Auch die Parksprecherin sagte, derzeit gehe man von einem Sturz des Mädchens aus. Bis Montag sei nicht mit neuen Informationen zu rechnen.

Der Park an sich sei geöffnet, sagte die Sprecherin am Samstag. Aufgrund vieler anreisender Gruppen sei eine komplette Schließung nicht ohne weiteres möglich. Das Unglückskarussell fahre aber nicht. Nach Angaben des Parks ist das Fahrgeschäft schon einige Jahre im Einsatz, Unfälle habe es damit bislang nicht gegeben.

dpa

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