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Auf der Beerdigung des ermordeten Journalisten Syed Saleem Shahzad tragen Verwandte und Sicherheitsleute seinen Sarg. 

Nach Mord: Pakistans Journalisten dürfen Waffen tragen

Islamabad - Nach dem Mord an dem pakistanischen Journalisten Syed Saleem Shahzad hat Innenminister Rehman Malik Reportern erneut angeboten, sich zum Selbstschutz zu bewaffnen.

Maliks Sprecher Nawazish Ali sagte am Mittwoch in Islamabad, Journalisten bekämen auf Antrag Waffenscheine ausgestellt.

Der ermorderte Journalist Shahzad war Büroleiter für “Asia Times Online“ (Hongkong) und hatte auch für die italienische Presseagentur ADNKronos International (Aki) gearbeitet. Vor wenigen Tagen hatte er einen Artikel über mögliche Verbindungen zwischen dem Terrornetz Al-Kaida und Pakistans Streitkräften veröffentlicht. Malik sagte nach dem Mord zu, Vorwürfe zu untersuchen, der Geheimdienst ISI könnte in die Tat verwickelt sein.

Die schlimmsten Terroranschläge seit dem 11. September

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“Asia Times Online“ schrieb am Mittwoch, Shahzad habe “oft um sein Leben gefürchtet“ und sich sowohl von Extremisten als auch vom Staat bedroht gefühlt. Die Nachrichtenseite forderte Präsident Asif Ali Zardari in einem Leitartikel auf, den Mord wie versprochen aufklären zu lassen, zeigte sich aber wenig optimistisch.

Shahzad war am Sonntag in Islamabad auf dem Weg zu einer TV-Talkshow spurlos verschwunden. Nach Angaben von Aki wurde der Leichnam des Mannes am Dienstag rund 150 Kilometer von der pakistanischen Hauptstadt entfernt im Westen der Provinz Punjab aufgefunden. Der pakistanische TV-Sender GEO berichtete, es seien deutliche Anzeichen von Folter zu erkennen.

dpa

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