Fehler bei Ermittlungen

Nach Nuss-Skandal: Strafe für acht Mitarbeiter

Seoul - Der Skandal um ein Päckchen Nüsse an Bord von Korean Air zieht weitere Kreise. Das Verkehrsministerium verkündete am Montag Strafmaßnahmen gegen acht Mitarbeiter.

 Diese sollen bei den Ermittlungen zu dem Vorfall, bei dem die Tochter des Airline-Chefs wegen eines Päckchens Macadamia-Nüsse ein ganzes Flugzeug aufhielt, nicht unparteiisch vorgegangen sein. Vor allem hätten sie die Befragungen von Korean-Air-Mitarbeitern im Beisein eines Airline-Managers vorgenommen, was die Zeugen eingeschüchtert habe.

Auslöser des Zwischenfalls, der in Südkorea seit Wochen hohe Wellen schlägt, waren Macadamia-Nüsse. Die Knabberei wurde Cho Hyun Ah in der ersten Klasse kurz vor dem geplanten Start ihrer Maschine von New York nach Seoul serviert - allerdings hatte die Tochter des Airline-Chefs nicht darum gebeten. Außerdem wurden ihr die Nüsse in der Packung überreicht und nicht wie vorgeschrieben in einem Schälchen.

Die darüber erboste Cho verlangte daraufhin, dass der Chef des Kabinenpersonals das Flugzeug verlassen müsse. Die Maschine musste zum Terminal zurückrollen und startete schließlich mit 20 Minuten Verspätung. Außerdem soll Cho den Serviceleiter und eine Stewardess aufgefordert haben, vor ihr niederzuknien.

Die Affäre löste in Südkorea große Empörung über die Tochter des Airline-Chefs aus, sie war sogar Thema auf den Titelseiten der Zeitungen. Korean-Air-Chef Cho Yang Ho bezeichnete das Verhalten seiner Tochter als "dumm" und entschuldigte sich dafür, sie nicht richtig erzogen zu haben. Die Behörden leiteten Ermittlungen wegen eines möglichen Verstoßes gegen die Flugsicherheit ein.

AFP

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