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Wie fühlst du dich? "Fett" können Nutzer bei Facebook seit Dienstag nicht mehr angeben. Der US-Konzern hat das entsprechende "Emoji" gelöscht.

Erfolgreiche Petition gegen Emoji

Auf Facebook kann man sich nicht mehr "fett" fühlen

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München - Facebook hat viel Macht - doch nun hat sich der riesige US-Konzern einer Petition verärgerter Nutzer gefügt. Der Auslöser: ein kleines gelbes Gesicht mit Doppelkinn und Pausbacken.

Fotos, Videos – und Gefühle: Wer beim sozialen Netzwerk Facebook registriert ist, kann so ziemlich alles mit seinen Freunden teilen. Nicht nur, was er gerade macht, sondern auch, wie er sich dabei fühlt. 

Der Nutzer kann hierfür aus sogenannten Emojis wählen, die verschiedene Empfindungen darstellen. Von "belustigt" über "verliebt" bis hin zu "genervt".

Am Dienstag hat der US-Konzern jedoch einen Emoji von der Liste gelöscht: Auf Facebook kann man sich nicht mehr "fett" fühlen. Das dazugehörige kleine gelbe Gesicht mit Pausbacken und Doppelkinn ist von der Seite verschwunden.

Vermittelt Facebook ein negatives Körperbild? 

Das soziale Netzwerk hat damit auf eine Petition auf der Online-Plattform change.org reagiert. 16.000 Unterstützer – darunter die Menschenrechtsorganisation Terre des Femmes und die Fernsehmoderatorin Tine Wittler –  hatten den Konzern mit der Kampagne "Fat is not a Feeling" ("Fett ist kein Gefühl") aufgefordert, den Emoji zu entfernen.

Die Kritiker fanden, dass Facebook damit ein negatives Körperbild vermitteln würde. Dies sei gerade für junge Menschen fatal, die ohnehin oft mit ihrem Gewicht hadern.

Die Initiatoren der Kampagne zeigen sich nun begeistert über den Erfolg ihrer Petition und richten ihren Dank auch an Facebook. Sie schreiben auf change.org: "Wir freuen uns darauf, den Dialog mit Facebook fortzuführen und ihre Bemühungen zu unterstützen, eine Körper-positive Plattform zu werden."

jv

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