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Nach Schießerei in Realschule: Täter tot

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- Emsdetten - Bei einem blutigen Racheakt hat ein Ex-Schüler im münsterländischen Emsdetten am Montag seine frühere Schule überfallen und neun Menschen angeschossen. Nach dem Eintreffen der Polizei zündete der maskierte 18-Jährige Rauchbomben.

Zwölf Beamte erlitten Gasvergiftungen. Anschließend tötete der Täter sich selbst. Durch Schüsse verletzt wurden mindestens sechs Schüler, eine Lehrerin und den Hausmeister der Geschwister-Scholl-Realschule. Nach zunächst unbestätigten Informationen wurde der Hausmeister mit einem Bauchschuss in ein Krankenhaus gebracht.

Über die Schwere der Verletzungen der übrigen Opfer konnte die Polizei zunächst keine Angaben machen. Nordrhein-Westfalens Innenminister Ingo Wolf (FDP) reiste umgehend zum Ort des Geschehens, um sich ein Bild von der Lage zu machen. Neben einem Spezialeinsatzkommando der Polizei Münster waren auch der Kampfmittelräumdienst und Experten des Landeskriminalamtes im Einsatz.

Der Täter trug neben einer Schusswaffe am Körper auch Sprengstoff, den Spezialisten der Polizei nach seinem Freitod entschärfen mussten. Ein Spezialeinsatzkommando sperrte die Schule weiträumig ab. Mit Spürhunden wurde das Schulgebäude nach weiteren Sprengsätzen durchsucht.

Wie der Westdeutsche Rundfunk (WDR) unter Berufung auf einen Lehrer berichtete, konnten die meisten Schüler nach dem Überfall das Gelände der Geschwister-Scholl-Schule schnell verlassen. Sie seien in einem benachbarten Schulgebäude sowie auf einer angrenzenden Wiese in Sicherheit gebracht worden.

Nach Angaben von Augenzeugen war der Mann während der Pause auf den Schulhof gegangen und hatte dort zunächst einen Schüler angeschossen. Eine Lehrerin, die zu Hilfe geeilt war, wurde ebenfalls von einer Kugel getroffen. Später stürmte der Mann ins Schulgebäude. Ob er dort Geiseln genommen hatte, war zunächst unklar.

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