Landesinnenminister: Terrorverdächtiger in der Uckermark gefasst

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Das Fährschiff "Adler-Express" liegt nach einer Kollision im Hafen von Amrum.

Zwei Schwerverletzte außer Lebensgefahr

Schiffshavarie auf Amrum: Ursache klar

Wittdün - Dutzende Menschen wurden verletzt, als eine Fähre gegen einen Anleger auf Amrum prallte. Jetzt steht fest: Ein kaputtes Bauteil für die Steuerung löste das Unglück aus.

Ein kaputtes Bauteil hat das Fährunglück auf der nordfriesischen Insel Amrum ausgelöst. Das ergaben Untersuchungen von Experten, wie die Reederei des Schiffes am Donnerstag mitteilte. Nach Angaben der Wasserschutzpolizei sind inzwischen zwei Schwerverletzte außer Lebensgefahr. Außerdem konnten drei Schulkinder, die in Krankenhäusern auf dem Festland behandelt wurden, wieder entlassen werden.

Insgesamt waren bei dem Unglück 27 Menschen verletzt worden - sechs von ihnen wurden ins Krankenhaus gebracht. Das Schiff „Adler-Express“ prallte am Mittwoch um kurz vor 11 Uhr ungebremst gegen den Anleger. Der Reederei Adler-Schiffe zufolge waren gut 230 Menschen an Bord, darunter auch Schulklassen. Das Schiff hatte eine Geschwindigkeit von 6 bis 7 Knoten, das entspricht 11 bis 13 Stundenkilometern.

Fährunglück bei Amrum - Bilder

Fährschiff-Unglück bei Amrum - Bilder

Der Joystick für die Steuerung der Antriebe habe falsche Signale gegeben, weil ein elektrisches Bauelement - ein sogenanntes Potenziometer - fehlerhaft gewesen sei, erklärte die Reederei. Das hätten die Überprüfungen der Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung (BSU), der Wasserschutzpolizei und des technischen Dienstleisters Germanischer Lloyd ergeben. Das Teil werde nun erneuert und im Schiffsbetrieb getestet.

Die Flensburger Staatsanwaltschaft will ein Ermittlungsverfahren einleiten, sofern sich ein Anfangsverdacht auf eine Straftat ergeben sollte - zum Beispiel ein Verdacht auf fahrlässige Körperverletzung. Die Reederei sprach allen betroffenen Passagieren ihr Bedauern aus und entschuldigte sich für den Vorfall.

Falls Passagiere Sach- oder Personenschäden geltend machen wollen, können sie sich mit der Reederei in Verbindung setzen, die Ansprüche prüfen will. Schifffahrtsunternehmen sind gegen derartige Unfälle versichert.

Der Sachschaden an der Fähre wird auf rund 20 000 Euro geschätzt. Das beschädigte Vorschiff soll im Trockendock in Husum repariert werden; die Reederei rechnet mit vier bis fünf Tagen Reparaturzeit. Anschließend soll die mehr als 20 Jahre alte „Adler-Express“ wieder auf ihrer alten Route von der Halbinsel Nordstrand nach Sylt eingesetzt werden.

dpa

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