Nach Schweineraub: Zwei Menschen erschossen

Antananarivo - Weil sie mutmaßliche Schweinediebe lynchen wollten, sind in Madagaskar zwei Menschen von der Polizei erschossen worden. Einer der beiden war erst 16 Jahre alt.

Sie hatten inmitten einer Menschenmenge vor einer Polizeistation auf drei Viehdiebe gewartet, um “kurzen Prozess“ mit ihnen zu machen. Das berichtete die Tageszeitung “L'Express de Madagascar“ am Freitag. Das Trio war demnach nur wenige Stunden nach der Tat mit der Beute von der Bürgerwehr gefasst und zum Gendarmerieposten Antsampandrano gebracht worden.

Um die Untersuchungshäftlinge vor dem wütenden Mob zu schützen, schossen die Beamten dem Bericht zufolge auf die Angreifer. Dabei trafen sie zwei von ihnen tödlich, darunter einen 16-jährigen Jungen. Vier weitere wurden schwer verletzt.

Wegen der enormen Zunahme von Diebstählen in Madagaskar und dem mangelndem Vertrauen in Polizei und Justiz werden Diebe von der Bevölkerung oftmals ohne viel Federlesens erschlagen oder sogar lebendig verbrannt.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Rätselhafte Serie: 30 Morde in 24 Stunden
Belém - Eine rätselhafte Serie von 30 Morden an einem Tag hat die Sicherheitsbehörden in der nordostbrasilianischen Stadt Belém in Alarmstimmung versetzt.
Rätselhafte Serie: 30 Morde in 24 Stunden
Australien: Taucher bei Haiangriff schwer verletzt
Sydney - Ein Taucher ist am australischen Great Barrier Reef von einem Hai angegriffen und schwer verletzt worden.
Australien: Taucher bei Haiangriff schwer verletzt
Berghotel-Unglück: Suche nach Verschütteten geht weiter
Rom -Der Papst schickt eine emotionale Botschaft in die Abruzzen: „Danke für Eure Nähe, für Eure Arbeit, für Eure konkrete Hilfe. Grazie“, ruft er den Rettungskräften …
Berghotel-Unglück: Suche nach Verschütteten geht weiter
Nach Bus-Tragödie: Ermittlung bei Reiseunternehmen
Budapest - Nach dem schweren Unfall eines ungarischen Busses in Norditalien ermittelt die ungarische Polizei beim betroffenen ungarischen Reiseunternehmen.
Nach Bus-Tragödie: Ermittlung bei Reiseunternehmen

Kommentare