+
Ein Militärfahrzeug durchpflügt eine überschwemmte Straße in der kanadischen Provinz Qubec. 

Tausende Menschen evakuiert

Nach schweren Überflutungen: Die Lage in Kanada bleibt angespannt 

Quebec - Rekordmengen an Regen haben in Kanada zu heftigen Überflutungen geführt - und noch immer entspannt sich die Situation nur langsam. Fast 2500 Soldaten waren weiter im Einsatz. 

Teils sanken die Wasserstände in den betroffenen Provinzen Quebec und Ontario zum Wochenende und Meteorologen stuften ihre Wettervorhersage, die erneut starken Regen angekündigt hatte, etwas herunter. Fast 2500 Soldaten waren in Quebec aber weiter im Einsatz, um Dämme zu sichern und die Wassermassen aufzuhalten.

Erst Montag werde sich zeigen, ob Bewohner in der stark betroffenen Region Mauricie, die zwischen Montreal und der Stadt Quebec liegt, von noch schwereren Überschwemmungen verschont bleibe, sagte Quebecs Premierminister Philippe Couillard laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Canadian Press. „Wir werden am Montag aufatmen, wenn es keinen enormen Regen und starken Überlauf gegeben hat“, sagte Couillard in Montreal. „In der Zwischenzeit drücken wir die Daumen.“

3900 Menschen mussten evakuiert werden

In der Provinz Quebec, wo nach offiziellen Angaben 4700 Häuser überflutet wurden, mussten bisher 3900 Menschen in 175 Ortschaften in Sicherheit gebracht werden. Die Stadt Rigaud westlich von Montreal drohte denjenigen, die sich Anordnungen zur Evakuierung widersetzten, mit Geldbußen von umgerechnet bis zu 3300 Euro. In der Provinz Ontario westlich von Quebec sowie in British Columbia an der Westküste Kanadas waren Hunderte von den Evakuierungen betroffen.

Kanadas Premierminister Justin Trudeau hatte Quebec am Donnerstag besucht und erklärt, dass die Bürger sich angesichts des Klimawandels auf häufiger eintretende Naturkatastrophen einstellen müssten. Ein Jahrhundert-Sturm könne nun alle zehn oder sogar alle paar Jahre auftreten, sagte Trudeau.

dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Bahnstrecke Berlin-Hannover wieder befahrbar
Berlin (dpa) - Die Bahnstrecke zwischen Berlin und Hannover ist nach einem Brandanschlag wieder befahrbar. Einige Schäden an der Signalanlage seien jedoch noch nicht …
Bahnstrecke Berlin-Hannover wieder befahrbar
Sexvideo von Bischof im Netz veröffentlicht: Rücktritt
In Rumänien ist ein Bischof der orthodoxen Kirche nach der Veröffentlichung eines Sexvideos zurückgetreten.
Sexvideo von Bischof im Netz veröffentlicht: Rücktritt
Postchef fordert Nummernschild und Führerschein für Drohnen
Essen (dpa) - Postchef Frank Appel hat ein Nummernschild für Drohnen gefordert. "Wichtig ist, dass wir zeitnah klare staatliche Regeln für den Einsatz von Drohnen …
Postchef fordert Nummernschild und Führerschein für Drohnen
Wieder Messerattacke in Wuppertal - Opfer in Lebensgefahr
Nur einen Tag nach einer tödlichen Messerstecherei in Wuppertal hat es eine erneute Messerattacke gegeben. Ein Mann wurde dabei schwerst verletzt.
Wieder Messerattacke in Wuppertal - Opfer in Lebensgefahr

Kommentare