Nach Streiks erscheinen Zeitungen mit geringerem Umfang

- Berlin - Mehrere Tageszeitungen werden am heutigen Freitag nach einem Streik von Redakteuren in geringerem Umfang erscheinen. Nach Angaben des Deutschen Journalistenverbands (DJV) und der dju in der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di hatten am Donnerstag Journalisten in Zeitungshäusern in sieben Bundesländern unbefristet die Arbeit niedergelegt.

Rund 2000 Beschäftigte in 70 Redaktionen seien in den Ausstand getreten. Der Bundesverband der Deutschen Zeitungsverleger (BDZV) sprach von bundesweit acht betroffenen Verlagen.

Auch am Freitag soll es nach Gewerkschaftsangaben zu Arbeitsniederlegungen kommen. Die Aktionen würden noch einmal ausgeweitet. Welche Verlage betroffen sein werden, wurde nicht gesagt. Es ist der zweite Streik von Redakteuren in der Nachkriegsgeschichte. In den Zeitungshäusern war es 1990 erstmals zu Streiks gekommen.

Die Auseinandersetzung entzündete sich an der Arbeitgeber- Forderung die Gehälter bis zum 31. Juli 2005 einzufrieren. Außerdem soll das Urlaubsgeld auf 75 Prozent eines Monatsgehalts und die Urlaubsdauer von derzeit bis zu 35 Tagen auf maximal 30 Tage begrenzt werden.

In einer Urabstimmung hatten laut DJV und ver.di 95 Prozent der Redakteure für Streik votiert. An der Abstimmung waren nach Gewerkschaftsangaben 3000 Redakteure an etwa 70 Tageszeitungen in zehn Bundesländer beteiligt. Die Wahlbeteiligung habe bei 80 Prozent gelegen. Die Tarifverhandlungen für die insgesamt 14 000 Redakteure waren Mitte Januar nach der fünften Runde ohne Ergebnis abgebrochen worden.

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