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Trauernde gedenken der Opfer der Schießerei

Berliner Schütze: 15 000 Euro Belohnung ausgesetzt

Berlin - Nach den Todesschüssen in Berlin-Neukölln vergangene Woche hat die Staatsanwaltschaft eine Belohnung von 15 000 Euro für Hinweise ausgesetzt, die zur Ergreifung des Täters führen.

Das teilte die Berliner Staatsanwaltschaft der Nachrichtenagentur dapd mit. Laut Polizei gibt es bereits 41 Hinweise, jedoch habe sich noch keine erfolgreiche Spur ergeben.

Unterdessen wurde Burak B. am Nachmittag auf dem Friedhof an der Sehitlik-Moschee beigesetzt. Nach Angaben der Polizei kamen etwa 2.000 Trauernde. Viele von ihnen hatten sich ein Bild des jungen Mannes, der aus einer türkischen Zuwandererfamilie stammte, an die Jacke geheftet. Ein Unbekannter hatte ihn vor einer Woche auf offener Straße niedergeschossen, zwei weitere Jugendliche wurden bei dem Angriff verletzt. Bereits am Donnerstagabend hatten 400 Menschen am Tatort Blumen und Kränze niedergelegt.

Motiv des Täters weiter unklar

„Das Motiv des Täters ist bislang völlig unklar“, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Nach der Tat sei der Täter von der Rudower Straße aus in Richtung Möwenweg geflüchtet. Augenzeugen zufolge handelte es sich um einen Mann, der 1,70 bis 1,80 Meter groß und zwischen 40 und 60 Jahre alt ist. Zur Tatzeit trug er eine dunkle, eventuell zweifarbige Jacke und ein Basecap oder eine Kapuze. Weitere Hinweise nehmen die Mordkommission unter der Telefonnummer 030 - 4664 911601 und jede Polizeidienststelle entgegen.

„Polizei und Justiz können diese Aufgabe, die auch einen gesellschaftlichen Erziehungsauftrag beinhaltet, nicht allein bewältigen“, schrieb Innensenator Frank Henkel (CDU) in einem Gastbeitrag für den „Tagesspiegel“ (Samstagsausgabe). Angesichts zunehmender Gewalt in der Hauptstadt appellierte er an die Bevölkerung. „Wir brauchen eine ehrliche Diskussion über Werte und Grenzen und über das Hinschauen, wenn etwas nicht stimmt.“

Tödliche Schießerei vor Berliner Krankenhaus

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Die Berliner SPD-Abgeordnete und Migrationsexpertin Ülker Radziwill bezeichnete die Tat als einen „hinterhältigen Angriff“. Die Polizei müsse deshalb den Vorfall mit allen ihr zur Verfügung stehenden Mitteln aufklären. Gerade nach den Morden des Nationalsozialistischen Untergrunds sollten Polizei und Justiz in alle Richtungen ermitteln und auch für rechtsextreme und rassistische Tatmotive sensibilisiert sein, sagte sie.

Zugleich sprach die Sozialdemokratin der Familie von Burak B. am Tag der Beerdigung ihr Mitgefühl aus. „Er war einer von uns, ein Bürger dieser Stadt, und er wurde brutal aus dem Leben gerissen“, sagte Radziwill.

dapd/dpa

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